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BAG-Orientierung mit Virginie Masserey, Chefin Sektion Impfungen, Patrick Mathys, Leiter Sektion Pandemievorbereitung und Jean-Louis Zürcher, Kommunikation.
Bereits sieben Menschen mussten in der Schweiz im Zusammenhang mit Schweinegrippe ihr Leben lassen. Das teilt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) heute mit.
Insgesamt mussten in der Schweiz 176 Personen wegen der Schweinegrippe ins Spital, 40 liegen auf der Intensivstation. Darunter auch junge Erwachsene, aber keine Kinder.
Insgesamt wurden dem BAG für die Schweiz bislang 8735 bestätigte Fälle gemeldet.
Die Welle dürfte noch zwischen acht bis zwölf Wochen dauern, schätzt das BAG.
Situation in Europa: Eine explosionsartige Zunahme der Schweinegrippe vor allem in Irland, wo es kaum mehr saisonale Grippeviren, sondern nur noch den H1N1-Virus gibt. Die Grippeaktivitäten nehmen in ganz Europa unaufhaltsam zu, wenn auch die Zahlen der bestätigten H1N1-Fälle nicht mehr so stark anstiegen.
Situation in der Schweiz sei noch nicht dramatisch. Die Zunahmen haben derzeit sogar ein bisschen stagniert, es sei noch kein massiver Anstieg im Sentinbella-System zu sehen.
Dennoch: Die laborbestätigten Fälle in der Schweiz haben sich bis Sonntag um 300 neue Fälle erhöht. Das ist fast eine Verzehnfachung der laborbestätigten Fälle zur Vorwoche!
«Egal, was Sie jetzt tun, Sie werden die Welle nicht mehr verhindern. Die Welle hat Europa erfasst», so Mathys. Man könne aber nach wie vor nicht voraussagen, wann und ob die Kurve, ähnlich wie in Irland, senkrecht in der Schweiz zu steigen beginne.
Massnahmen wie in der Ukraine (Kino- und Schulschliessungen, Grenzschliessungen, etc.) werde die Schweiz aber sicher nicht durchsetzen.
So oder so habe sich in der letzten Woche definitiv «etwas getan» in der Schweiz: Die Fallzahlen nehmen stetig zu, es gibt viele Ausbrüche. Etwa in Kasernen, Schulen, Krippen, und einfach überall dort, wo sich Leute nahe bei einander aufhalten.
Hotspots Schweiz: Vor allem im Kanton Tessin und im Kanton Genf. Die anderen Kantone dürften in den kommenden Wochen folgen.
Das BAG rät nach wie vor zur Impfung, ganz besonders für jene, die zu Risikogruppen gehören. Die Impfung ist weiterhin freiwillig, auch für das Pflegepersonal.
Es gebe derzeit genug Impfstoff in der Schweiz beziehungsweise in den Kantonen. Das BAG weist ausserdem auf den morgigen nationalen Impftag gegen die saisonale Grippe hin. Eine solche Impfung könne mit einer H1N1-Impfung verbunden werden. Weitere Informationen seien auch der Homepage des BAG-einsehbar.