Kritiker sehen bei SF1 zu viele Kälber und zu viel Käse. Jetzt gibt der Sender Gegensteuer und schickt seine Doku-Soap «Unsere Stadt» in eine weitere Runde. Diesmal spielt sie in Bern.
play
Geschichten aus den Gassen: SF sucht in Bern nach kantigen Typen.
Unter dem Label «SF bi de Lüt» zeigte das Schweizer Fernsehen letzten März eine mehrteilige Serie über Basel.
Nun geht die Sendung in eine neue Runde. Blick.ch weiss: Die zweite Staffel widmet sich voll und ganz Bern. Seit einer Woche werden in der ganzen Stadt mögliche Hauptfiguren getestet. Gesucht sind typische Stadtbewohner mit Kanten und Tiefgang.
In Basel begleitete der Sender drei Folgen lang unter anderen einen Tramchauffeur, eine Kioskfrau und einen Abwart.
Stadthühner statt Landeier
Nach diesem Muster wird auch die Berner Staffel gestrickt, sagt SRF-Sprecher Martin Reichlin. «Die genaue Länge der Staffel ist noch unklar. Sie wird sich aber schon im Bereich der letzten bewegen.» Auch der genaue Sendetermin steht noch nicht fest – die Sendung dürfte vermutlich wieder im Frühling programmiert werden.
Mit Doku-Soaps wie «Unsere Stadt» will SF auch der Kritik entgegentreten, man widme sich primär dem Schweizer Landleben.
Erst letzte Woche monierte die SRG-Regionalgesellschaft Basel, beim Schweizer Fernsehen gebe es «zu viele Kälber, Käse und Trachten und zu wenig Stadt.»
Alle Kommentare (1)