«Schläger von Schüpfen» Terror-Igor (27) bleibt in der Psychiatrie

LAUSANNE - Igor L. (27), der 2010 in einer Dorfbeiz in Schüpfen BE einen Wirt mit einem Aschenbecher schlug, wollte vor Bundesgericht seine Entlassung aus einer stationären Massnahme erreichen – ohne Erfolg. 

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Nummernschild-Auktion Wallis will mit «VS 1» Kohle machen
2 Mit den Skiern zur Prüfung Hier ist ein Profi-Freerider zu spät dran
3 Nach Facebook-Aufruf zum Geburtstag 31 Kisten Post für behinderte Denise

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
6 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

Der als «Schläger von Schüpfen» bekannt gewordener Igor L.* aus dem Kanton Bern bleibt weiterhin in einer stationären Therapie. Das Bundesgericht hat die Beschwerde des 27-jährigen Mannes gegen eine entsprechende Verfügung des Berner Obergerichts abgewiesen.

Der mit dem Aufenthalt im Zentrum für stationäre forensische Therapie Rheinau ZH einhergehende Freiheitsentzug habe eine gesetzliche Grundlage, hält das Bundesgericht in seinem am Freitag publizierten Entscheid fest. Die von Igor L. angefochtene Verfügung des Obergerichts des Kantons Bern sei verfassungs- und konventionsrechtlich nicht zu beanstanden.

Wirt mit Aschenbecher geschlagen

Das Obergericht hatte den Mann im Juni 2011 zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten verurteilt. Er hatte 2010 in der Dorfbeiz Löwen in Schüpfen BE dem Wirt aus nichtigem Anlass einen gusseisernen Aschenbecher über den Kopf geschlagen. Zu diesem Zeitpunkt war der vorbestrafte Mann noch auf Bewährung.

Schüpfen BE: Wirt-Attackierer Igor L bleibt in Psychiatrie play
Opfer: Der Wirt des Restaurants Löwen in Schüpfen wurde 2010 von Igor L. verletzt. zvg

 

Die Freiheitsstrafe wurde zugunsten einer stationären Massnahme aufgeschoben. Im Oktober 2015 entschied das Obergericht, die stationäre Massnahmen werde mangels Verfügbarkeit eines Therapieplatzes aufgehoben. Der Verurteilte müsse entlassen werden, sofern er nicht bis spätestens Ende Februar 2016 in eine geeignete Institution eintreten könne.

Nach einem Rechtsstreit bis vor das Bundesgericht verlängerte das Regionalgericht im September die stationäre Massnahme um vier Jahre. Vorübergehend war für den Mann eine Sicherheitshaft angeordneten worden. (bau/SDA)

* Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 30.12.2016 | Aktualisiert am 30.12.2016
teilen
teilen
6 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

1 Kommentare
  • Roman  Bachmair aus Naters
    30.12.2016
    Die angewandte Härte in diesem Fall ist goldrichtig! Allerdings sollte auch in allen anderen Fällen so hart vorgegangen werden!

    Zum Beispiel in jenen, wo dem am Boden liegenden Opfer noch gegen den Kopf getreten wird oder auch beim Fall des Benzin-Räubers, welcher den Inhaber mutwillig und vorsätzlich über den Haufen fuhr.

    Das sind alles qualifizierte Mordversuche, welche es mit jahrelangen Haftstrafen, nicht unter acht Jahren, abzugelten gilt! Glaubt mir, das hält allfällige Nachahmer ab!