BITSCH - VS - Hunde greifen die Schafsherde von Kurt Kummer (55) an. Sechs Tiere sind tot, zehn werden noch vermisst.
Es ist ein grausames Bild, das Bauer Kurt Kummer am Sonntagabend bei seiner Schafsherde vorfindet. Blutüberströmt liegen Tiere auf der Wiese. Eines ist tot, zwei weitere so schwer verletzt, dass sie von der Polizei mit einem Gnadenschuss erlöst werden müssen.
Doch es bleibt nicht bei dieser einen Attacke: Am Montagmorgen werden bereits wieder Schafe gerissen! Erneut sterben drei Tiere. Beide Male sind Hunde die Angreifer.
Schafbesitzer Kummer ist erschüttert: «Meine Schafe wurden auf brutalste Art und Weise hingerichtet. Als ich sah, wie bei einem Leichnam der Knochen aus dem Körper herausragte, hat es mir abgestellt. Ich brach in Tränen aus.»
Nach seinen Angaben waren es fünf bis sechs Hunde, die auf die 21 eingezäunten Schafe losgingen. «Es war auch ein Rottweiler dabei», weiss Kummer. Neben den sechs toten Schafen vermisst der Bauer noch weitere zehn Tiere. «Sie sind wohl in Panik geflohen und sind seitdem unauffindbar.»
Marlene Summermatter hat ebenfalls Schafe in der Nähe des Tatorts. «Die Hunde gehören einem Mann aus der Nachbarschaft sowie einigen Leuten, die häufig bei ihm zu Besuch sind. Wir hatten schon mehrmals Probleme mit diesen Hunden.»
Die Kantonspolizei Wallis bestätigt die brutalen Attacken, geht aber nur von zwei angreifenden Hunden aus.
Sprecher Renato Kalbermatten: «Zwei streunende Hunde haben am Sonntagabend und am Montagmorgen sechs Schafe getötet in Bitsch. Die Ermittlungen laufen. Gegen den Hundehalter wurde bereits Strafanzeige eingereicht.»
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