Sabotage im Wald Wer hat Jäger Geissbühlers Hochsitz durchgesägt?

BUSSWIL BEI MELCHNAU BE - Unbekannte haben alle vier Trag-Pfähle des Hochsitzes von Hans Geissbühler (69) durchgesägt. Zum Glück hat ein anderer Jäger rechtzeitig gewarnt!

In Bern sägen unbekannte Jagdgegner Jäger-Hochsitz durch play
Jäger Hans Geissbühler vor seinem Hochsitz in Busswil b. Melchnau. Alle Pfähle sind durchgesägt. BernerZetiung/Thomas Peter

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Hans Geissbühler (69) hätte in den Tod stürzen können. Unbekannte hatten den Hochsitz des pensionierten Bauern ob Busswil bei Melchnau BE sabotiert: Alle vier tragenden Holzpfähle waren durchgesägt, als der Jäger am Montag nach dem Rechten schaute.

Hätte Geissbühler den Sitz in der Dämmerung erklommen, wie er es tut, wenn er jeweils auf die Jagd geht, wäre er nun wohl schwer verletzt. Zum Glück hatte ihn ein Jägerkollege am Sonntagabend vorgewarnt.

Geissbühler ist sich sicher, dass es kein Streich von Lausbuben war. Sondern eine Attacke von Jagd-Feinden! «Solange die Gegner ihre Argumente sachlich vorbringen, finde ich das auch okay. Mit mir kann man durchaus diskutieren, wenn aber Menschen absichtlich in Gefahr gebracht werden, ist das jenseits von Gut und Böse», sagt er zur «Berner Zeitung».

Anzeige gegen Unbekannt

Der pensionierte Landwirt hat bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Er geht jedoch nicht davon aus, dass die Schuldigen ausfindig gemacht werden. Dazu haben die Täter zu wenige Spuren hinterlassen. 

Vor einigen Monaten wurde ausserdem die Leiter zum Hochsitz gestohlen. Damals hab er sich keine Gedanken darüber gemacht, sagt Geissbühler. Nun frage er sich, ob die militanten Tierschützer schon damals ein Zeichen setzen wollten.

Keine Seltenheit

Trotz der Anfeindungen gegen ihn, wird Hans Geissbühler auch weiterhin zur Jagd aufbrechen, da es seine Pflicht ist die Überpopulation der Dachse im Gebiet zu stoppen. 

Für die hiesigen Jäger sind Sachbeschädigungen oder Diebstähle nichts neues. Gemäss diversen Medien, kam es in den letzten Jahren in verschiedenen Kantonen zu solchen Vorfällen. Mehrfach waren auch die radikalen Tierschützer der Animal Liberation front beteiligt. (fss)

Publiziert am 23.09.2016 | Aktualisiert am 23.09.2016
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