BERN - Rechte haben ein Gesuch für eine Demonstration gegen Kuscheljustiz eingereicht. Gegen die Demo auf dem Bundesplatz regt sich Wiederstand von links.
Rechtsnationale Kreise mobilisieren derzeit im Internet für eine Kundgebung auf dem Berner Bundesplatz gegen die Schweizer Kuscheljustiz. Es sei ein Gesuch für eine solche Kundgebung eingegangen, bestätigte der städtische Sicherheitsdirektor Reto Nause eine Meldung der «SonntagsZeitung». Ein Datum stehe noch nicht fest.
Zunächst sei ein Treffen mit dem Gesuchsteller, laut Nause einer Einzelperson, geplant. Dabei gehe es darum herauszufinden, wer genau hinter der Kundgebung stehe.
Bisher haben sich rund 500 Personen einer entsprechenden Facebook-Gruppe angeschlossen. Die Kundgebung richtet sich laut Facebook-Eintrag gegen Ausländerkriminalität und die angebliche Ausbeutung der Schweiz durch Ausländer.
Auch die Gegner der möglichen Demo machen schon mobil. Linksautonome Kreise wollen den Aufmarsch nicht hinnehmen und rufen ihrerseits im Internet dazu auf, dem Treiben mit kreativen Mitteln entgegenzutreten.
Dies weckt Erinnerungen an frühere Ereignisse in Bern. 2007 kam es am Rande einer SVP-Grossveranstaltung zu wüsten Randalen. Eine Wahlveranstaltung der Volkspartei im Vorfeld der Eidgenössischen Wahlen 2011 fand deshalb unter grossen Sicherheitsvorkehrungen statt.
Rund tausend Polizisten standen letzten September im Einsatz und leisteten über 14000 Stunden. Gekostet hat der Einsatz rund 1,2 Mio. Franken, wie jüngst aus einer Antwort auf eine Interpellation im Berner Stadtrat hervorging. Randale wie 2007 bleiben dabei aus. (SDA)
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