In Wasserwalze geraten Polizist (36) bei Übung in der Kander schwer verletzt

  • Publiziert: 29.10.2012

AESCHI BEI SPIEZ - Bei einer Rettungsübung der Kantonspolizei Bern ist ein Polizist in die Kander gestürzt und in eine Wasserwalze geraten. Sein Zustand ist kritisch.

Zehn Seepolizisten absolvierten heute in der Region Spiez einen Wiederholungskurs und übten die Rettung einer verunfallten Person aus einer Schwelle mit einem Spezialboot. Sämtliche Polizisten waren mit Tauchanzug, Helm und Schwimmweste ausgerüstet.

Nachdem einige Durchgänge absolviert worden waren, geriet kurz nach 12.30 Uhr ein Zweierteam in Schwierigkeiten. Ein 36-jähriger Mitarbeiter der Seepolizei stürzte dabei ins Wasser und geriet in die Wasserwalze.

Er konnte schliesslich erst unterhalb einer weiteren Schwelle geborgen werden. Es muss davon ausgegangen werden, dass er sich mehrere Minuten unter Wasser befunden hatte.

Seine Kollegen begannen sofort mit der Wiederbelebung, welche schliesslich durch die ausgerückte Ambulanzbesatzung weitergeführt wurde. Der Mitarbeiter wurde schliesslich mit einem Rega-Helikopter ins Spital geflogen. Gemäss letzten Angaben ist sein Zustand kritisch.

Die Angehörigen des Polizisten sowie die direkt betroffenen Kolleginnen und Kollegen wurden betreut. Unter Leitung der regionalen Staatsanwaltschaft Oberland wurde eine Untersuchung zur Unfallursache eingeleitet.

An gleicher Schwelle wie 2008

Das Unglück vom Montag ereignete sich an der genau gleichen Schwelle, welche am 12. Juni 2008 fünf Armeeangehörigen zum Verhängnis wurde. Das sagte Michael Fichter von der Berner Kantonspolizei auf Anfrage.

Damals verunglückten bei einer Bootsfahrt einer Lufttransport-Sicherungskompanie der Armee an dieser Schwelle zehn Soldaten. Fünf überlebten, vier konnten nur noch tot geborgen werden, einer wird seit dem Unglück vermisst. Die zehn Soldaten waren mit Schlauchbooten unterwegs gewesen.

Fichter sagte, die Berner Kantonspolizei habe vor der Übung eine Lagebeurteilung vorgenommen. Die Umstände - etwa der Abfluss der Kander - seien als für eine Übung machbar eingeschätzt worden. Im Rahmen der Untersuchung müsse jetzt beurteilt werden, ob diese Lagebeurteilung richtig gewesen sei. (SDA/num)

Beliebteste Kommentare

  • Christoph  Minnig , Thun , via Facebook
    Wieder in der Kander. Dort Starben schon mal Mensche der Armee. Die Schwellen sind einfach zu Gefährlich für solche Übungen.
  • Bernd  Brand , Bern
    Hoffentlich überlebt er diesen Unfall. Meine Gedanken sind bei ihm.
    • 29.10.2012
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Alle Kommentare (5)

  • Flurin  Spadin , Zürich
    Die ganze Sache stimmt mich nachdenklich. Wären es Amateure gewesen, hätte ich es ja noch verstanden. Aber da waren Profis am Werk. Und da soll ich noch Vertrauen in die Polizei haben. Nein danke.Dem Verunfallten wünsche ich natürlich das er überlebt und es ihm bald wieder besser geht.
    • 30.10.2012
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  • Sabrina  Wunderli
    Ein geiler Fluss zum Kanufahren.
    • 30.10.2012
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  • Bernd  Brand , Bern
    Hoffentlich überlebt er diesen Unfall. Meine Gedanken sind bei ihm.
    • 29.10.2012
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  • Peter  Müller
    An diesem Ort sollten keine Übungen mehr durchgeführt werden. Fünf Tote reichen endgültig. Hoffentlich überlebt der frisch Verunglückte.
    • 29.10.2012
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  • Christoph  Minnig , Thun , via Facebook
    Wieder in der Kander. Dort Starben schon mal Mensche der Armee. Die Schwellen sind einfach zu Gefährlich für solche Übungen.

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