Adressiert an Nationalrat Ricardo Lumengo Polizei-Einsatz wegen mysteriösem Paket

  • Publiziert: 18.47 Uhr, Aktualisiert: 13.01.2012

BIEL - BE - Eine abgesperrte Strasse, evakuierte Nachbarn: Ein an Nationalrat Ricardo Lumengo adressiertes Paket sorgte heute in Biel für Aufregung.

Riesen-Aufregung in Biel: Die Kantonspolizei hat heute Mittag die Rainstrasse abgesperrt und ein verdächtiges Paket unschädlich gemacht. Mehr als 30 Menschen wurden vorübergehend aus zwei Gebäuden evakuiert.

Das mysteriöse Paket war an Ricardo Lumengo (48) adressiert. Dies bestätigt der parteilose Nationalrat gegenüber Blick.ch. «Eine Nachbarin hatte grosse Angst», sagt er. «Deshalb alarmierte ich die Polizei

Das Paket habe keine gefährlichen Gegenstände enthalten, teilte die Kantonspolizei am Abend mit. Kurz vor 14 Uhr sei die Strasse wieder frei gegeben worden; die Bewohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren.

Nicht die erste «Bombe» bei Lumengo

Lumengo, der erste dunkelhäutige Nationalrat der Schweiz, war früher SP-Mitglied, hatte die Partei aber Ende 2010 nach seiner erstinstanzlichen Verurteilung wegen Wahlfälschung verlassen.

Das «pieksende» Paket stellte sich jedoch bei der Kontrolle durch die Spezialisten als Kaktus heraus. Lumengo hatte die Pflanze von der Zeitschrift Schweizer Illustrierte» zugeschickt bekommen – wegen seiner Weigerung, aus dem Parlament zurückzutreten. (SDA/bih)

play Das war im November: Lumengo hielt diesen Kaktus für eine Bombe. (Peter Mosimann)

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