Noch mehr Pädo-Priester im Welschland?

  • Aktualisiert am 03.01.2012

FREIBURG – Das Bistum Lausanne-Genf-Freiburg steckt tief im Sex-Sumpf: Die Behörden ermitteln in neuen Missbrauchsfällen.

Die katholische Kirche in der Westschweiz kommt nicht zur Ruhe: Im Kanton Freiburg werden erneut Priester des sexuellen Missbrauchs verdächtigt. Der Sprecher des Untersuchungsrichteramts, Raphaël Brenta, bestätigte einen entsprechenden Bericht von «Le Temps».

Wie viele und welche schwarzen Schafe im Visier der Justiz sind, gab er aber nicht bekannt. Die Untersuchungen werden noch Ende Juli abgeschlossen.

Ein früher verdächtigter Kirchenmann soll seine pädophilen Kollegen an die Justiz verraten haben, berichtet «Le Temps» unter Berufung auf Kirchenkreise. Die zuständige Untersuchungsrichterin wollte dies jedoch nicht bestätigen.

Seit vergangenen Dezember erschüttern immer wieder neue Verdächtigungen das Bistum Lausanne-Genf-Freiburg. Im Januar hatte die katholische Kirche selbst zwei Priester angezeigt.

Anfang Februar zog der Bischof von Lausanne-Genf-Freiburg die ersten Konsequenzen aus der Krise: Er setzte eine Kommission ein, die sich mit den pädophilen Priestern befasst.

Die Gruppe hat den Auftrag, alle Informationen, die über die Hotline, Briefe oder per E-Mail eingehen, zu sammeln. Weiter muss sie die Informationen prüfen und einen Bericht an die Bistumsleitung abliefern. (SDA/bih)

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