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Gestern wurde unter dem Namen «Liste 77» eine neue Partei in der Schweiz gegründet. Sie politisiert weder links noch rechts. Ihre Hauptanliegen sind die Sorge um Ruhe und Ordnung, die Verlangsamung des Internets sowie striktere Lebensmittelbestimmungen (siehe Kasten rechts).
Was steckt dahinter?
Die neue Partei ist nur eine fiktive. Sie wurde zwar offiziell gegründet, dient jedoch nur Marketingzwecken. Die Jugendsession und die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) haben die «Liste 77» lanciert, um damit Werbung für die diesjährige Jugendsession zu machen.
«Überlass die Politik nicht nur alten Leuten.»
Mit der «Liste 77» wollen die Initianten gezielt provozieren und so auf ihre Veranstaltung aufmerksam machen. Mit dem Slogan «Überlass die Politik nicht nur alten Leuten. Komm an die Jugendsession vom 21.-23. November im Bundeshaus!» versuchen sie, Junge zur aktiven Teilnahme an der Session zu bewegen.
Die Initianten betonen, dass es ohne ältere Leute nicht geht und ohne jung Leute auch nicht, weder in der Politik noch in der Gesellschaft. Jugendliche seien bei politischen Entscheiden jedoch immer noch untervertreten.
Deshalb geben die Organisatoren Vollgas, wenn es um das Anwerben von Politnachwuchs geht. (odj)