«Muss es erst Tote geben?» Thomas Fuchs (SVP) setzt Kopfgeld auf Reitschul-Chaoten aus

BERN - Am Wochenende schmissen Chaoten vor der Berner Reitschule faustgrosse Steine auf Polizisten. Um die Täter zu fassen, setzt Thomas Fuchs (SVP) nun eine Belohnung aus. FDP-Gemeinderat Alexandre Schmidt fordert derweil die Schliessung.

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Die Linksradikale errichteten eine Strassenbarrikade und steckten diese in Brand. Danach flogen Steine und Feuerwerk. 11 Polizisten wurden verletzt. Keystone

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In Bern liegen nach den Krawallen vor der Reitschule die Nerven blank. «Muss es erst Tote geben?», fragt SVP-Grossrat Thomas Fuchs und Präsident der «Vereinigung BernAktiv» in einem heute veröffentlichten Communiqué. «Es ist zu erwarten, dass die rot-grüne Politik einmal mehr nichts gegen die radikalen Reitschüler unternehmen wird.»

In der Nacht auf Samstag wurden bei Ausschreitungen vor dem autonomen Jugendzentrum elf Einsatzkräfte verletzt (Blick.ch berichtete). Chaoten hatten Barrikaden errichtet und in Brand gesteckt. Später gingen sie mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern auf Polizisten und Feuerwehrleute los.

Fuchs glaubt, dass sich Chaoten gegenseitig verpfeifen

Deshalb will die Vereinigung selber aktiv werden: Sie setzt 1000 Franken Kopfgeld für jeden gefassten Täter aus. Fuchs zu BLICK: «Vielleicht verpfeifen sich die Linken gegenseitig. Der eine oder andere hofft vielleicht auch auf eine Strafmilderung. Denn gefasst werden sie sowieso.»

Der SVP-Politiker Thomas Fuchs ist bekennender Schwuler. play
Thomas Fuchs (SVP) ist Nationalrat, Berner Grossrat und Präsident der Vereinigung BernAktiv.  Markus Ehinger

Die Berner Reitschule sei «ein Hort für kriminelle Chaoten», schreibt die Vereinigung BernAktiv. Sie fordert, dass Stadtpräsident Alexander Tschäppät das Dossier Reitschule sofort an Finanzdirektor Alexandre Schmidt (FDP) übergibt.

«Linker Terror»

Zudem soll die Reitschule für mindestens einen Monat geschlossen und die Beiträge gekürzt werden. Die «grossmundige Ankündigung» Tschäppäts, das Dossier als «Chefsache» zu behandeln, habe sich als «Schönfärberei» erwiesen.

Thomas Fuchs schreibt weiter, dass er nächste Woche im Grossen Rat eine Motion überweisen will, die den Regierungsrat «zu aktiven Handlungen gegen diesen linken Terror» auffordern wird. «Die Zeit der schönen Worte ist vorbei, jetzt müssen endlich Taten folgen.»

Schliessung gefordert

FDP-Gemeinderat Alexandre Schmidt am Dienstag, dass zumindest eine temporäre Schliessung des autonomen Kulturzentrums möglich sein müsse.

«Man muss jetzt temporär die Reitschule schliessen können», forderte Schmidt. Hätte man am Freitag nach ersten Ausschreitungen die Reitschule schliessen können, wären es nicht zu weiteren Eskalationen gekommen.

Eine temporäre Schliessung sei eine spürbare Sanktion, die aber auch ablaufe und eine Chance für einen Neustart biete. Schmidt hatte sich schon bei früheren Vorfällen in diese Richtung geäussert. Mit seiner Forderung fährt Schmidt Stadtpräsident Alexander Tschäppät in die Parade.

Dieser wollte am Montag noch nicht über Sanktionen reden. Zunächst müssten die Vorfälle geklärt werden, erst dann könne man sehen, wo was falsch gelaufen sei und welche Konsequenzen die Vorfälle hätten, sagte Tschäppät auf Anfrage.

Er will aber dem Gemeinderat umgehend beantragen, die Beratungen über neue Verträge mit der Reitschule vorderhand auf Eis zu legen. Die Verträge hätten bald dem Stadtparlament vorgelegt werden sollen. Das bedeutet, dass die Reitschule kein städtisches Geld erhält, solange die neuen Verträge nicht unter Dach und Fach sind. (ct/SDA)

Publiziert am 08.03.2016 | Aktualisiert am 08.03.2016
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  • Roman  Bachmair aus Naters
    08.03.2016
    Die Stadt Bern hat das "Problem Reitschule" ganz und gar nicht mehr im Griff! Und da es sich zufällig gerade auch noch um die Bundesstadt handelt, kann das gewiss nicht mehr toleriert werden bzw. hätte da schon lange rigoros durchgegriffen werden müssen!

    Wenn die Stadt als solches nicht dazu fähig ist, muss dies wohl der Kanton und sonst gleich der Bund in die Hand nehmen! Dieser Schandfleck gehört umgehend geschlossen und entfernt. Dann hört diese Skandalaktionen entsprechend automatisch auf.
  • Michael  Grünenfelder , via Facebook 08.03.2016
    Die Stadt hat schon seit x-Jahren Probleme mit dieser Berner Reitschule und es ist nie etwas rigoros unternomen worden. Also, wird es auch in Zukunft nichts passieren. Erinnert mich stark an das AJZ Zürich in den 80er Jahren !
  • Regula  Rauber aus Ackerland
    08.03.2016
    Ihr Chaoten, seht nun her, was Ihr dem Herrn Fuchs für eine grosse Freude bereitet habt!
  • Franz  Vincent 08.03.2016
    Hier hupt wohl nicht nur das Martinshorn. Dass die rechten bzw. staatlichen Chaoten nicht im Zentrum der Debatten steht, zeigt nur, wie unverhältnismässig die Gewalt der «Ordnungshüter» ignoriert wird.
    • Recht  Haber aus Zürich
      08.03.2016
      Verbrechern wie Ihnen sollte man hier keine Plattform bieten.
  • Thomas  Tschumi aus Winterthur
    08.03.2016
    In Städten mit Rot/Frün-Regierung muss man damit leben. Ob Bern, Zürich oder Winterthur, es darf sich frei getanzt werden. Die Polizei muss nach dem Prinzip der Sozi-Bibel auch die andere Wangen hinhalten. Es liegt an den Einwohnern solcher Chaosstädte etwas zu ändern und bürgerlich zu wählen, welche Partei auch immer. Erst dann kehrt Ruhe ein.