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Vier Kontrolleure in Zivil setzten am Montag zwischen Huttwil und Langenthal gegen einen Schwarzfahrer Pfefferspray ein.
Der Mann hatte «vergessen», seine Mehrfahrtenkarte zu entwerten und wurde erwischt. Als er den Kontrolleuren offenbar eine falsche Adresse angab, wollten sie ihn von der Polizei überprüfen lassen. Als der Schwarzfahrer in Langenthal zu flüchten versuchte, setzte einer der Kontrolleure den Pfefferspray ein. Dabei werden auch andere Fahrgäste vom Reizstoff getroffen.
Auch Patrik O.* bekam eine Portion ab. Der empörte Pendler fotografierte die Geschehnisse dann aus dem wartenden Zug. Er schildert die Szene Blick am Abend:
«Der kontrollierte Herr schafft es nach draussen, immer noch von zwei BLS-Mitarbeitern festgehalten. Dort wird er zu Boden gedrängt. Der Herr wehrt sich, steht auf und erhält noch mal eine Ladung Pfefferspray ins Gesicht, obwohl man deutlich erkennt, dass er bereits nichts mehr sieht! Anschliessend halten die Kontrolleure ihn fest und führen ihn ins Häuschen der BLS Station Langenthal Süd.»
BLS: Unser Personal ist intensiv geschult
Die Kontrolleure seien sehr unfreundlich, sagt O.: «Es erweckt den Eindruck, als wären die Kontrolleure richtig ‹giggerig›, einen Schwarzfahrer zu erwischen.»
Die BLS sagte zu den Vorwürfen, dass «die Verhältnismässigkeit des Eingriffs durch das Zugpersonal» im konkreten Fall noch nicht definitiv abgeklärt sei. Das Zugpersonal sei aber im Umgang mit renitenten Fahrgästen intensiv geschult.
* Name der Redaktion bekannt