Rebekka B. ist eines der Opfer der Kioskräuber von Burgdorf BE. Die junge Mutter leidet bis heute.
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Für BLICK kehrte Rebekka B. an den Tatort in Burgdorf zurück.
(Peter Gerber/BLICK)Es war ein Moment, der ihr Leben für immer veränderte. Rebekka B.* (29) wurde in ihrem Kiosk in Burgdorf BE von zwei ganz brutalen Räubern überfallen. «Ich kann das nicht vergessen!», sagt sie.
Die Kantonspolizei Bern hat am letzten Donnerstag einen Ermittlungserfolg vermeldet: Ein Venezolaner (18) und ein Schweizer thailändischer Herkunft (19) gestanden vier Kiosküberfälle.
Die Gangster hatten bei ihrem letzten Verbrechen eine Kioskfrau mit Messerstichen und Fusstritten lebensgefährlich verletzt (BLICK berichtete). Das Opfer überlebte nur knapp und trug bleibende Schäden am Auge davon.
Auch die zweifache Mutter Rebekka B. war vom Räuberduo heimgesucht worden. «Es war im Mai 2011 an einem Donnerstag, gegen halb vier», sagt sie.
Ihr Mann besuchte sie wie jeden Tag nach Feierabend im Kiosk. Auch er konnte nicht verhindern, was in den nächsten Minuten geschah. «Ich hörte die Tür zum Verkaufsraum aufspringen. Sekunden später standen uns zwei vermummte Männer gegenüber. Beide waren mit Messern bewaffnet», erzählt Rebekka B.
«Die Räuber schrien: «Überfall!» Der eine bedrohte uns mit dem Messer, der andere leerte die Kasse. Ich schrie laut um Hilfe und hoffte, dass mich jemand im benachbarten Restaurant hören kann. Doch meine Schreie hörte niemand. Ich hatte Todesangst und dachte nur noch an meine beiden Kinder.»
Mit mehreren Hundert Franken Beute flüchteten die Räuber. «Das Ganze dauerte nur kurz», sagt Rebekka B. «Aber für mich fühlte es sich an wie eine Ewigkeit.»
Nach dem Überfall habe sie stark sein wollen und noch einen Monat am Kiosk gearbeitet. Dann musste sie ihren Job aufgeben. «Die Bilder liessen mich nicht los. Ich habe bis heute regelmässig Flashbacks, in denen ich den ganzen Horror immer wieder durchlebe, und nachts höre ich plötzlich die Tür wieder aufspringen! Mein Albtraum geht weiter», sagt Rebekka B.
Zur Bewältigung des Erlebten ist sie noch immer auf Medikamente angewiesen.
Etwas Kraft gibt ihr nun die Gewissheit, dass die Täter hinter Schloss und Riegel sitzen und geständig sind. «Es fiel mir ein Stein vom Herzen, als ich von der Verhaftung hörte», sagt sie.
Trotzdem leidet die Bernerin weiter. «Bis heute nehme ich Umwege in Kauf, um nicht am Tatort vorbeifahren zu müssen. Und auch die Vorstellung, wieder in einem Kiosk zu arbeiten, ist für mich fürchterlich.»
* Name der Redaktion bekannt
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