«Medizinische Sensation»: Berner Ärzte trennen frühgeborene siamesische Zwillinge

BERN - Am Berner Inselspital wurden neugeborene siamesische Zwillinge erfolgreich getrennt. Das Inselspital und das Universitätsspital Genf sprechen von einer «medizinischen Sensation».

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Nur acht Tage nach ihrer Geburt sind am Berner Inselspital siamesische Zwillinge erfolgreich getrennt worden. Die Mädchen Maya und Lydia waren an der Leber grossflächig zusammengewachsen und teilten sich den Herzbeutel. Ihre Mutter hatte sie am 2. Dezember zusammen mit einem dritten Mädchen zur Welt gebracht. Das dritte Baby war gesund. Maya und Lydia wogen zusammen nur 2200 Gramm und hatten auf einem A4-Blatt Platz, ihre beiden Herzen waren je vier Zentimeter gross.

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Ein Kind hatte deshalb zu viel Blut und einen viel zu hohen Blutdruck, während das andere Kind bei zu niedrigem Blutdruck zu wenig Blut erhielt. Um die Kinder zu retten, beschloss das interdisziplinäre Behandlungsteam in Absprache mit den Eltern, bereits nach einer guten Woche notfallmässig die operative Trennung zu wagen.

Die Kinderchirurgen betraten am 10. Dezember «medizinisches Neuland», wie die beiden Universitätsspitäler am Sonntag berichteten. Sie bestätigten entsprechende Berichte in der «SonntagsZeitung». Die Ärzte trennten in einer fünfstündigen Operation erfolgreich die beiden Mädchen. Normalerweise warten Ärzte drei bis sechs Monate, bevor sie siamesische Zwillinge trennen.

«Die perfekte Teamarbeit der Ärzte und Pflegenden waren der Schlüssel zum Erfolg», erklärte Chefarzt Steffen Berger. «Wir sind sehr froh, dass es den Kinder und Eltern jetzt so gut geht.» (nbb)

Zwillings-Frühchen kämpfen Hand in Hand ums Überleben
Publiziert am 31.01.2016 | Aktualisiert am 02.02.2016
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14 Kommentare
  • Markus  Schumacher aus Wangen
    01.02.2016
    Das mit dem Geld ist doch ganz einfach, der Blick richtet ein Spendenkonto ein. Damit der Start ins Leben für die Kinder ein bisschen einfacher wird.
  • Bea  Gräub aus Aargau
    31.01.2016
    Tragisch für die Daumen runter,das wünsche Ich nicht dem ärgsten Feind
  • Bruno  Köppel aus St.Gallen
    31.01.2016
    Derartige Trennungen finde ich ethisch sehr fragwürdig. Erstens werden die Kinder lebenslang sichtbare Narben haben und zweitens ist zu bezweifeln ob ihnen ein gesundes und frohes Leben bevorsteht.
    • Felix  Saxer aus Ruswil
      31.01.2016
      Sie meinen also, jeder Mensch der Narben hat führe ein nicht lebenswertes Leben? Sie sind bemitleidenswert Herr Köppel.
    • Susanna  Affentranger aus St. Gallen
      01.02.2016
      Natürlich, zusammen gewachsen wäre das Leben viel leichter gewesen.-.- Vor allem wenn ein Kind ständig zu viel und das andere zu wenig Blut bekommt und die Gesundheit so gefährdet ist, ist die Trennung nicht fragwürdig, sondern eher der Zeitpunkt der Operation.
    • Bruno  Köppel aus St.Gallen
      01.02.2016
      Zu Felix Saxer: Offenbar hat nicht jeder die Gabe, einen einfachen Text zu verstehen.
      Zu Susanne Affentranger: Diese zwei tragischen Leben zu beenden wäre eine Option gewesen.
  • Hans-Peter  Brechbühl 31.01.2016
    Bravo dem ganzen Team, ihr hättet allen den Titel
    Schweizer oder Schweizerin des Jahres verdient.
    Den beiden Kindern und den Eltern alles gute.
  • Thomas  Kraft , via Facebook 31.01.2016
    Wo anders wurden auch schon siamesiche Zwillinge getrennt,was ist da neu dran?
    • Felix  Saxer aus Ruswil
      31.01.2016
      Wer lesen und den Text auch verstehen kann, stellt nicht so eine dumme Frage.
    • Karen  Mind 31.01.2016
      Wer lesen kann, ist im Vorteil. Es wurden noch nie so kurz nach der Geburt Siamesische Zwillinge getrennt.