Lichterketten-Reaktion in Lyss BE Jeder will der Hellste sein

LYSS BE - Im Stegmattquartier liefern sich Nachbarn einen adventlichen Wettstreit um die grösste Lämpli-Pracht. Das Resultat ist märchenhaft.

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Im Stegmattquartier in Lyss BE locken Tausende Lichter jeden Abend unzählige Besucher an. Pionier des adventlichen Glitzermeers ist Martin Steffen (62). «Wir machen das hauptsächlich für uns. Wir haben einfach Freude daran. Es ist schön, im Winter etwas Licht zu haben», sagt er. 

Alles fing 1982 an: «Ein Aufenthalt in Kanada inspirierte uns. Dort kauften wir unsere erste Weihnachtsbeleuchtung.» Steffen dekorierte damit eine Tanne vor seinem Haus.

Jedes Jahr etwas Neues

Heute erstrahlt alles im Lichterglanz. Ein Samichlaus fährt auf dem Dach auf einem Drahtseil Velo. Der Garten ist eine Märchenlandschaft. Ein Flugzeug der Samichlaus-Airlines befindet sich im Erdanflug. Das Matterhorn steht da – inklusive Seilbahn. Ein Zug fährt, die Gleise haben eine Heizung.

Steffen und seine Frau Hedy tüfteln jedes Jahr neue Dekorationen aus. «Jetzt haben wir 60 Samichläuse gebastelt und bemalt, für jeden brauchten wir fünf Stunden.» Das Samichlaus-Heer steht nun im Garten, inmitten blinkender Weihnachtslämpli.

Gemeinde bedankt sich 

Martin Heiniger (78) war der Zweite im Quartier, der dem weihnächtlichen Lämpli-Zauber verfiel. «Das gibt es in der Schweiz nur einmal», sagt er stolz. Heiniger half zuerst Steffen. Seit 2001 installiert er ab Ende Oktober mit zwei Helfern sein eigenes Lichtermeer. 

Heinigers Hauptattraktion ist ein lebensgrosser US-Samichlaus, der mit den Hüften wackelt und «Oh Christmas Tree» und «Jingle Bells» singt. Die Kinder sind begeistert. «Es ist wunderschön zu sehen, wie ihre Augen leuchten.» Heiniger begrüsst die vielen Besucher jeden Abend. Er freut sich: «Die Gemeinde schickt uns jedes Jahr einen Dankesbrief.»

Vier weitere Nachbarn sind Lämpchen-Fans geworden. Die Lichterwelt im Stegmattquartier erstrahlt jeweils ab dem ersten Adventswochenende. Um 17 Uhr gehen die Lämpli an. Am Dreikönigstag im Januar erlischt die ganze Pracht.

Publiziert am 10.12.2016 | Aktualisiert am 10.12.2016
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21 Kommentare
  • Erica  Thomsen 11.12.2016
    Man kann aber auch von Lichter"schmutz" sprechen. Es gibt Leute, die gerne Dunkelheit haben, beim so hellen Licht sieht man z.B. keine Sterne, und die sind immer noch die schönste Nachtbeleuchtung.
    • M.  Muller 11.12.2016
      Ich hatte mir überlegt nach Lyss zu ziehen. Nein. Da kann man ja gar nicht mehr zur Ruhe kommen. Licht in der Nacht lässt nicht schlafen, Jingle Bells durch die ganzen Weihnachtsferien stresst.
  • Karl  Piller 10.12.2016
    Wunderschön! Machen sie weiter, viele Leute haben Freude daran. Schade, sind hier nur Nörgler. Jeder soll Weihnachten feiern wie er will.
  • Remo  Albrecht aus Höri
    10.12.2016
    Herr Müller: mir kommt noch eine Stromverwendung in den Sinn: klar in der Nacht läuft mein gefüllter Geschirrspüler und wie Herr Graf geschrieben hat, auch mein Boiler.
  • Alexander  Graf aus Bern
    10.12.2016
    Völlig sinnbefreite Energieverschwendung, was anderes ist das nicht. Einfach eine Kerze drinnen anzünden und daran Freude haben reicht doch.
    • Hans  Müller aus Bern
      10.12.2016
      Schon mal studiert was mit Strom in der Nacht passiert der keinen Abnehmer hat? Als erstes, er kann nicht gespeichert werden. Er wird einfach weggeschmissen. Jetzt überlegen sie sich Hr. Graf nochmals was Sie geschrieben haben.
    • Remo  Albrecht aus Höri
      10.12.2016
      Lieber Herr Müller: die Beleuchtung ist meistens zu einer Zeit eingeschaltet, in der die Leute (mit Kinder) spazieren gehen um die Beleuchtungen anzuschauen (lesen sie den Bericht bitte richtig, es hat sogar Bilder mit Kindern). Das ist zu einer Zeit, wo noch kein Strom "weggeschmissen wird. Also überlegen sie bitte bevor auch SIE schreiben. Danke.
      Wissen sie wo das übrig gebliebene Licht/Strom hingeht in der Nacht? Machen sie mal um 2 Uhr nachts die Kühlschranktüre auf, dann wissen sie es......
    • Alexander  Graf aus Bern
      10.12.2016
      Herr Müller: Der heizt z.B. meinen Boiler, damit ich am Tag warmes Wasser habe. Oder betreibt ganz viele Wärmepumpen zum heizen. Oder ganz einfach: Es wird einfach weniger Wasser aus den Stauseen runtergelassen und somit "Wasserstrom" gespart. Oder weniger Kohle verbrannt. Die einzigen Kraftwerke, die ständig laufen müssen, sind Atomkraftwerke. Aber die werden ja bald abgeschaltet.
    • Dieter  Schmid 10.12.2016
      Richtig, Alexander Graf. Das beschriebene Beleuchtungsmeer ist kitschig und geschmacklos. Die dafür Verantwortlichen sollten damit aufhören oder das Ganze für die Fasnacht aufheben. Mit Weihnachten als christlichem und besinnlichem Fest hat das nichts zu tun.
    • Hans  Müller aus Bern
      11.12.2016
      Ja Hr. Graf und Hr. Albrecht, bevor sie schreiben den Bericht richt lesen dann lesen sie meinen Kommentar zuerst einmal richtig. Da steht Strom der keinen Abnehmer findet. Ist ein kleiner aber feiner Unterschied und ich hoffe sehr, dass sie nicht einen Meter zu viel Autofahren denn das braucht bekanntlich auch Energie.
    • Hans  Müller aus Bern
      11.12.2016
      Herr Albrecht bitte auch die Kommentare zuerst selber richtig lesen bevor sie anderen Leuten kritisieren. "Strom der keinen Abnehmer hat", ist ein kleiner aber wichtiger Unterschied und ist nicht Zeitabhängig.
  • tom  thurgau 10.12.2016
    Ich finde die festliche Beleuchtung schön. ... und mit den LED Ketten brauchen wir auch kein neues AKW für Weihnachten.