Bundespräsidium Leuthard mit 158 Stimmen gewählt

  • Aktualisiert am 02.01.2012

BERN – Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard (46) ist 2010 Bundespräsidentin. Die Bundesversammlung wählte die Aargauer CVP-Politikerin zu Merz' Nachfolgerin.

158 von 183 gültigen Stimmen brachten Leuthard heute turnusgemäss in das hohe Amt. Sie übernimmt den Vorsitz der Landesregierung rund dreieinhalb Jahre nach ihrer Wahl in den Bundesrat, als 14. Vertreterin des Kantons Aargau. Und als dritte Frau: Vor ihr hatten die Genfer Sozialdemokratinnen Ruth Dreifuss (1999) und Micheline Calmy-Rey (2007) das Amt inne.Zwei weitere Bundesrätinnen verpassten diese Wahl: Ruth Metzler war 2003 Vizepräsidentin, wurde aber im Dezember 2003 abgewählt und konnte das Präsidium nicht mehr übernehmen. Die Zürcherin Elisabeth Kopp (FDP) war gerade zwölf Tage lang Vizepräsidentin, bevor sie unter Druck aus dem Bundesrat zurücktrat.Gelichtete Reihen bei der WahlVon den 183 gültigen Stimmen erhielt Leuthard 158. Das absolute Mehr lag bei 92 und war damit so tief wie selten bei der Besetzung des Bundespräsidiums. Die Reihen im Rat waren heute Morgen gelichtet: 215 Wahlzettel wurden austeteilt und dann auch in die Urnen geworfen. 16 wurden leer eingelegt.Leuthard schnitt bei der Wahl besser ab als ihre Vorgängerinnen im Bundespräsidium: Dreifuss kam zwar ebenfalls auf 158 Stimmen, doch war das absolute Mehr mit 106 Stimmen höher. Calmy-Rey wurde 2006 mit 147 Stimmen gewählt, bei einem absoluten Mehr von 97.Seit dreieinhalb Jahren im BundesratDoris Leuthard wurde am 14. Juni 2006 als Nachfolgerin von Joseph Deiss in den Bundesrat gewählt. Sie übernahm von ihrem Vorgänger mit dem Amt auch das Volkswirtschaftsdepartement. (SDA/dip)

Top 3

1 Tollhaus St. Johannsen Verwahrter Sex-Täter seit 4 Jahren auf der Flucht!bullet
2 Kälte-Phänomen Weniger Salz, weissere Strassenbullet
3 AKW-Kampagne Ärger über «Couvert des Schreckens»bullet

Schweiz