Schock im Emmental Lehrer wegen Kinderpornos entlassen

  • Publiziert: 19.10.2012
  • Roger Baur
1,5 Millionen einschlägige Bilder gefunden (Symbolbild) play Verfahren eingeleitet: Offenbar wurden beim Lehrer Kinderpornos auf dem Computer gefunden. (sda)

BURGDORF - Er ist Präsident der Kadetten und seit 20 Jahren Klassenlehrer. Nun steht T. unter schlimmen Verdacht: Wegen Kinderpornos läuft ein Verfahren gegen den Burgdorfer Lehrer.

Er war ein Lehrer, wie aus einem Emmentaler Bilderbuch. Überdurchschnittlich beliebt, aussergewöhnlich engangiert. Doch heute wurde bekannt: T. wird freigestellt, die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren wegen Kinderpornografie im Internet gegen T. eingeleitet.

Die zuständige Staatsanwältin Sarah Wildi bestätigt das, will aber keine weiteren Angaben zu den Vorwürfen machen. «Ich kann lediglich bestätigen, dass es sich einen Verstoss gegen Artikel 197 des Strafgesetzbuches handelt», sagt Wildi. Dieser umfasst mehrere Delikte von Konsum bis zur Weiterverbreitung von Kinderpornografie. Missbrauch wird dem Lehrer damit also offenbar nicht vorgeworfen.

Kollegen unter Schock

T. unterrichtete in Burgdorf im Schulhaus Gsteighof eine dritte Primarklasse als Klassenlehrer. «Er war ein guter Lehrer, eine gestandene Lehrperson», sagt Dieter Haller, Präsident der Volksschulkommission. «Wir stehen alle völllig unter Schock. Die Vorwürfe sind für alle schwer fassbar.»

Doch T. amtete nicht nur seit 20 Jahren als Lehrer, er hatte auch einen Sitz in der Sportkommission und war Korpspräsident der Kadetten Burgdorf. Auch von diesen Ämtern wurde er per sofort entbunden. T. befindet sich bis zu einer allfälligen Verhandlung auf freiem Fuss.

Beliebteste Kommentare

  • André  Kocher
    Und immer trifft es Berufe, die mit Erziehung oder Freizeitbeschäftigungen von Jugendlichen zu tun haben.
  • Tom  Emmenegger
    WOW die sind schnell in Burgdorf!! Alle Homepages Kadetten, Schule Gsteighof sind abgeschaltet. Und in der Sportkommission der Name gelöscht!

Alle Kommentare (15)

  • Arnaud  Ponterio
    Es findet jeder mit einer einfachen Google-Abfrage Klarnamen, Adresse, Privatnummer, Handynummer und Foto ohne Balken. Der Mann hat Grund um Leib und Leben zu fürchten und in meinen Augen Anspruch auf Polizeischutz. Es würde mich nicht erstaunen, wenn die nächste Schlagzeile lauten würde: "Kinderporno-Lehrer geteert und gefedert".
    • 20.10.2012
    • 19
    • 4
  • Peter  Fuchs , Winterthur , via Facebook
    Es äuft ein Verfahren. Gilt da nicht bis zur Gerichts Verhandlung die Unschulds Vermutung ???
    Warum immer wieder diese Hass-Tiraden bevor etwas bewiesen ist ?
    • 19.10.2012
    • 22
    • 3
  • Gustav  Broennimann , Zürich , via Facebook
    Wie war das noch mit der Unschuldsvermutung? Aus Sicht der Polizei eher eine Schuldsvermutung und die Unschuld müsste er beweisen wenn ihm dies überhaupt gelingt. Egal wie es ausgeht, Schade wurde durch übereifrige Beamte so oder so angerichtet.
  • Tom  Emmenegger
    WOW die sind schnell in Burgdorf!! Alle Homepages Kadetten, Schule Gsteighof sind abgeschaltet. Und in der Sportkommission der Name gelöscht!
  • Adrian  Pahud
    Der Konsum wird in Artikel 197 nicht behandelt und ist dementsprechend nicht strafbar.
    • Thomas  Rindlisbacher , Zürich
      Witzigerweise wird der blosse Konsum schon als Förderung angesehen... stupid
      • 19.10.2012
      • als Kommentar auf Adrian  Pahud
      • 9
      • 10
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