Amok-Schütze von Biel Kneubühl schiesst wieder auf Polizei!

  • Publiziert: 10.09.2010, Aktualisiert: 20.01.2012
  • Von Mario Gertschen und Sandro Inguscio

BIEL - BE - Noch immer ist Amokschütze Peter Kneubühl (67) auf freiem Fuss. In der Nacht kam es zu Schusswechseln im Wohnquartier.

Seit bald 48 Stunden hält der 67-jähriger Renter Peter Kneubühl die Spezialeinheiten der Polizei auf Trab. Nachdem sein Haus zur Versteigerung ausgeschrieben wurde, drehte der sehr zurückgezogen lebende Mann durch.

Kneubühl verschanzte sich in seinem Haus. Die Polizei umstellte es und versuchte den Rentner zur Aufgabe zu Überreden. Doch die Situation eskalierte in der Nacht. der 67-Jährige schoss auf einen Polizisten und verletzte diesen schwer.

Pikant: Der Rentner konnte flüchten, ohne dass das Grossaufgebot der Polizei etwas bemerkt. Seither läuft die Fahndung nach dem Schützen. Zwar konnten die zwischenzeitlich evakuierten Nachbarn wieder in ihre Häuser. Doch eine ruhige Nacht verbrachten sie nicht.

Kneubühl ist zurück!


In der Nacht auf heute kehrte Peter Kneubühl wieder zurück ins Quartier. Er schiesst auf die Beamten, worauf diese das Feuer erwidern. «Erst hörten wir Schreie der Polizei, dann vier bis fünf Schüsse», sagt ein Nachbar zu Blick.ch. «Es ist kein schönes Gefühl wenn du morgens um 1 Uhr im Bett liegst und es wird in der Nachbarschaft geschossen.» Verletzt wurde aber niemand, wie die Polizei bestätigt.

Sofort stieg ein Superpuma-Helikopter auf und kreiste über eine halbe Stunde über der Siedlung – erfolglos. Noch immer narrt der 67-Jährige die Polizei. Journalisten und Schaulustige wurden heute morgen von der Polizei kontrolliert und aufgefordert, die nähere Umgebung des Hauses zu verlassen.

Kurz nach sieben Uhr umstellte die Spezialeinheit der Basler Kantonspolizei Kneubühls Haus. Ist der Amokschütze unbemerkt ins Innere gelangt? Mittlerweile hat sich die Lage im Quartier wieder beruhigt.

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