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- Screenshot Google Earth
Er sitzt, weil er Kinder missbraucht hat, im Massnahmen-Zentrum St. Johannsen in Le Landeron NE. Der Mann ist rückfallgefährdet, gefährlich. Er wird intensiv therapiert.
Und trotzdem gelingt dem Sexualstraftäter Ende August die Flucht. Er schwimmt durch den Zihlkanal vor der Anstalt, dann begibt er sich zu Fuss zu einem nahegelegenen Strand bei einem Campingplatz. Er sucht wieder Opfer.
Sofort nach der Flucht schlägt er zu
Unglaublich: Wenige Stunden nachdem er sich aus St. Johannsen abgesetzt hat, vergewaltigt der Häftling am Bielersee ein Mädchen. Brutal und ohne Skrupel.
Am darauffolgenden Tag erst kann der Vergewaltiger wieder festgenommen werden. Er kommt in Untersuchungshaft.
Und was tun die Behörden? Sie schweigen. Wollen alles vertuschen. Weder wird die Bevölkerung alarmiert, dass ein gefährlicher Unhold auf freiem Fuss ist. Noch informiert man nach seiner Verhaftung über die erneute Straftat.
BLICK verlangte Aufklärung
Erst als BLICK von dem Verbrechen erfährt und gestern Aufklärung verlangte, gelangt das Untersuchungsrichteramt Berner Jura-Seeland an die Öffentlichkeit. Zwei Monate nach der Flucht des Häftlings und der Vergewaltigung eines Mädchens.
Zum Schutz des Opfers, so behaupten die Behörden, wollen sie keine Angaben dazu machen, wie alt der Täter ist, aus welchem Land er stammt, wie lange er schon in St. Johannsen war und warum er nicht besser bewacht wurde.
Vielleicht wollen sie aber auch bloss nicht erklären müssen, warum sie den Fall lieber verheimlichten.
Laut Franz Walter, Direktor von St. Johannsen, habe man die Fahndung nicht publik gemacht, weil «man aufgrund des ursprünglichen Delikts» nicht «von einer erheblichen Gefahr für die Öffentlichkeit» ausgegangen sei.
Ein folgenschwerer Fehler.
Das Massnahmen-Zentrum St. Johannsen in Le Landeron.