Kaltblütig erstochen: Killer der schwangeren Tatiana S. vor Gericht
BERN – Seit heute steht ein besonders skrupelloses Duo in Bern vor Gericht: Einer der Männer hat im April 2008 Tatiana S. umgebracht. Im Auftrag des anderen, behauptet er.
Aktualisiert um 16:58 | 23.11.2009
Am Abend des 15. April 2008 wird Tatiana S.* (†) vor ihrem Haus in Bern-Liebefeld angegriffen. Ein Mann sticht auf sie ein. Immer und immer wieder. Die 31-Jährige kann sich noch in ihre Wohnung im siebten Stock retten. Dort bricht sie blutüberströmt zusammen und stirbt an ihren Verletzungen. Mit einem Kind unter dem Herzen.
Kurze Zeit später werden Tatianas Freund Mihajlo S.* (24) und dessen 20-Jähriger Kollege festgenommen. Erst streiten die beiden die Tat ab. Dann gesteht der 20-Jährige: Er habe die junge Frau im Auftrag von Mihajlo umgebracht.
Seit heute stehen die beiden Männer in Bern vor Gericht. Der Kollege ist weiterhin geständig. Er sei mit 20´000 Franken und einer Festanstellung in der nicht existierenden Firma von Mihajlo S. geködert worden, lautet der Vorwurf. Der mutmassliche Auftraggeber bestreitet bis heute, etwas mit der Tat zu tun zu haben.
Anders der Überweisungsbeschluss: Demnach soll der Angeschuldigte sich nicht nur ein Schein-Alibi verschafft, sondern mit einem Telefon auch seine Freundin veranlasst haben, dass Haus zu verlassen, wo der geständige Täter ihr auflauerte und sie niederstach.
Am ersten Prozesstag skizzierte die als Privatklägerschaft auftretende Familie von Tatiana S. deren Partner als eifersüchtigen, verlogenen, unzuverlässigen und verschlossenen Menschen, der um Geld gespielt und mit Kokain gedealt habe.
Er habe Geschichten erfunden wie die, dass er Berufsmilitär sei oder wegen einer schweren Krankheit zeugungsunfähig sei. Für die Familie steht denn auch fest: Der Lebenspartner ist der Täter.
Der Prozess vor dem Kreisgericht Bern-Laupen dauert mehrere Tage, das Urteil wird für den 2. Dezember erwartet. (SDA/spj)
*Namen der Redaktion bekannt
Kurze Zeit später werden Tatianas Freund Mihajlo S.* (24) und dessen 20-Jähriger Kollege festgenommen. Erst streiten die beiden die Tat ab. Dann gesteht der 20-Jährige: Er habe die junge Frau im Auftrag von Mihajlo umgebracht.
Mit Geld und Job geködert
Seit heute stehen die beiden Männer in Bern vor Gericht. Der Kollege ist weiterhin geständig. Er sei mit 20´000 Franken und einer Festanstellung in der nicht existierenden Firma von Mihajlo S. geködert worden, lautet der Vorwurf. Der mutmassliche Auftraggeber bestreitet bis heute, etwas mit der Tat zu tun zu haben.
Anders der Überweisungsbeschluss: Demnach soll der Angeschuldigte sich nicht nur ein Schein-Alibi verschafft, sondern mit einem Telefon auch seine Freundin veranlasst haben, dass Haus zu verlassen, wo der geständige Täter ihr auflauerte und sie niederstach.
Geldspiele und Kokain
Am ersten Prozesstag skizzierte die als Privatklägerschaft auftretende Familie von Tatiana S. deren Partner als eifersüchtigen, verlogenen, unzuverlässigen und verschlossenen Menschen, der um Geld gespielt und mit Kokain gedealt habe.
Er habe Geschichten erfunden wie die, dass er Berufsmilitär sei oder wegen einer schweren Krankheit zeugungsunfähig sei. Für die Familie steht denn auch fest: Der Lebenspartner ist der Täter.
Der Prozess vor dem Kreisgericht Bern-Laupen dauert mehrere Tage, das Urteil wird für den 2. Dezember erwartet. (SDA/spj)
*Namen der Redaktion bekannt
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