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Treffpunkt 7 Uhr 15 am Bahnhof Bern-Brünnen: So lautete das Aufgebot des Vorstehers des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).
Gegen tausend VBS-Kaderleute und etwa 30 Medienvertreter folgten Ueli Maurers Aufruf, ohne zu wissen, wohin die Reise führen würde. Nach einer kurzen Car-Fahrt und einem 20-minütigen Fussmarsch war das Ziel erreicht: die von Finnenkerzen umsäumte Lichtung «Wangersmatt Forst» zwischen Neuenegg und Rosshäusern.
Die frühe Stunde und das zunächst unbekannte Ziel seien keine Schikane, sondern Ausdruck des Vertrauens, das er in seine 12000 Mitarbeiter habe, sagte Maurer in der aufgehenden Sonne zur Begrüssung. Seine Idee möge «hirnrissig und verrückt» erscheinen, aber so etwas sei nur mit aussergewöhnlichen Leuten möglich, und seine Mitarbeiter seien aussergewöhnlich.
Es gehe darum, Grenzen zu sprengen; das sei in diesen Zeiten sowohl für das VBS als auch für das Land nötig. Es sei vorbei mit den Zeiten «wie gehabt». Mut sei gefragt, Mut, ausgetretene Pfade zu verlassen und neue Ideen aufzubringen. «Geht nicht gibts nicht», so Maurer.
Zum Motto «Teamwork» wies Maurer auf den historisch bedeutsamen Boden hin, auf den er den VBS-Kaderrapport verlegte. Auf der Wangersmatt hätten sich im Jahre 1339 die Mannen vor der Schlacht bei Laupen gegen die Habsburger versammelt, 1798 für die Schlacht von Neuenegg gegen die Franzosen.
Die Lehren, die aus den beiden Schlachten zu ziehen seien: Möge der Einzelne noch so heroisch sein, dies reiche nicht aus, um einen Krieg zu gewinnen. Es brauche ein Miteinander, Teamwork eben. Nach dem «Modell Laupen» gelte es, das Vertrauen der Untergebenen zu erarbeiten.
Rückblickend auf das Jahr 2009 betonte Maurer, dass das VBS wieder die «Themenführerschaft» übernommen habe, so etwa in Bezug auf die «katastrophalen finanziellen Verhältnisse der Armee». Zudem habe das VBS wieder zu einem konstruktiven Umgang mit Kritik zurückgefunden.
Er brauche Kritik, sagte Maurer. Und: Sein Wunsch nach der «besten Armee der Welt» möge hochtrabend erscheinen, aber es gebe «keine andere Wahl». Die Finanzen seien aber der eigentliche Rote Faden.
Die Sicherheit koste in Zukunft mehr. Der Bevölkerung müsse die Bedeutung von Sicherheit verständlich gemacht werden, auch wenn dies schwierig sei in Zeiten des Friedens. «Sicherheit muss nachvollziehbar und sympathisch sein.» Eine weitere Herausforderung stellt laut Maurer das EDV-System dar. In drei bis vier Jahren müsse alles in Ordnung sein, sagte er zum Abschluss seiner Rede. (SDA/dip)
«Geht nicht gibts nicht», sagt Maurer. Er lockte das VBS-Kader darum in den Wald.- Keystone/Reuters