Sexmesse-Verbot JP Love: «Der Entscheid ist absolut lächerlich»

  • Publiziert: 16.03.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Markus Ehinger

LANGENTHAL (BE) – Langenthal will die Sex-Messe «Amor» nicht. Messe-Sprecher JP Love ist sauer. Jetzt verhandelt das OK mit der Stadt.

Der Schock sitzt bei J.P. Love auch heute noch tief. Gestern teilte ihm der Langenthaler Gemeinderat mit, dass er ihm die Bewilligung für die Erotik-Messe «Amor» in der Markthalle entzieht.

Zwar bewilligte der Regierungsstatthalter die Messe aus gewerbepolizeilicher Sicht, das letzte Wort hat aber die Stadt Langenthal als Eigentümerin des Austragungsortes. «Der Entscheid ist gefällt, den gilt es zu akzeptieren», sagt Stadtpräsident Thomas Rufener (SVP).

Blick am Abend erreichte J.P. Love, Pressesprecher der Messe, heute am Handy im Zug nach Zürich. Dort dreht er heute den Werbespot für die Messe. «Der Entscheid des Gemeinderats ist absolut lächerlich.»

Letztes Wort noch nicht gesprochen

Das letzte Wort ist nun offenbar doch noch nicht gesprochen; die Veranstalter wollen die Sache noch nicht abhaken. Gemäss OK treffen sich heute die Veranstalter mit dem Stadtpräsidenten von Langenthal für Verhandlungen.

Es könne nicht sein, dass der Anlass einen Monat vor der Eröffnung abgeblasen werde. «Alles lief korrekt und sauber, die Verträge mit der Stadt, mit Künstlern und Technikern sind unterzeichnet.» Es stecke sehr viel Geld in der Messe, deshalb könne er den negativen Entscheid des Gemeinderats nicht einfach so akzeptieren. Rechnet die Stadt Langenthal nun mit einer Schadenersatzklage? «Damit müssten wir uns unter Umständen befassen, wir bleiben mit den Veranstaltern in Kontakt», sagt Rufener.

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