38 Kilo Kokain in Lagerhalle entdeckt Schnee-Kanonen für die Ruag!

THUN BE - In einer Ladung Panzer-Motoren aus Chile wurden Drogen im Wert von satten 15 Millionen Franken entdeckt. Das Kokain lag während mehr als zwei Wochen in einer Lagerhalle der Ruag in Thun.

Kokain (Symbolbild). play
Satte 38 Kilo Kokain wurden im September 2015 bei der Ruag entdeckt.  Keystone

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38 Kilogramm oder 15 Millionen Franken. Das ist der Wert einer Ladung Kokain, die im September 2015 bei der Ruag in Thun sichergestellt wurde. Laut der Zeitung «Der Bund» betrug der Reinheitsgehalt 80 Prozent. Angestellte hatten das weisse Pulver in einer Ladung Panzermotoren aus Chile entdeckt.

Ob das Kokain bereits in Chile oder erst in Peru in den Schiffscontainer gelangte und wer die Lieferung wieder hätte aus dem Container fischen sollen, ist unklar, schreibt «Der Bund». Denn: Die chilenische Armee hätte der Ruag die Motoren zur Revision geschickt, in einem Container per Seefracht. Dieser sei in der chilenischen Hafenstadt Valparaiso verschifft worden und via Peru nach Rotterdam gelangt, von wo aus er via Basel nach Thun gebracht wurde.

Der planmässige Empfänger aber befinde sich laut bernischer Staatsanwaltschaft sehr wahrscheinlich in den Niederlanden. Dass Angestellte der Ruag in den Fall involviert seien, schliesst die Staatsanwaltschaft aus: «Das Kokain lag während mehr als zwei Wochen offen und unbeaufsichtigt in einer Lagerhalle der Ruag. Jedermann mit Zutritt zum Gelände hätte dieses problemlos behändigen können.»

Es ist nicht das erste Mal, dass die Ruag negativ in den Schlagzeilen steht. Der Kaderlohnbericht 2013 des Bundes und die Übersicht darüber, welche Bundesangestellten wie viel verdienen, löste bereits einen Shitstorm aus. Der Bericht enthüllte, dass der Chef Urs Breitmeier (CEO seit April 2013) eine spektakuläre Auszahlung erhielt. Neben dem Basislohn von 446538 Franken kamen Ende Jahr zusätzliche 348712 Franken obendrauf. Das heisst konkret: Der Bonus beläuft sich auf knapp 80 Prozent des Grundlohns (BLICK berichtete).

Mittlerweile läuft es für ihn sogar noch besser: 2015 bezog er rund 1,01 Millionen Franken. Auf «Nebenleistungen» – etwa Repräsentation oder privater Gebrauch des Geschäftsautos – entfielen 50'400 Franken. (stj)

Publiziert am 30.09.2016 | Aktualisiert am 12.12.2016
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6 Kommentare
  • Fritz  Frigorr 30.09.2016
    Waffen-, Drogen- und sonstige Drecksgeschäfte. Das ist es, womit die Schweiz ihr Geld macht.
  • Rudolf  Kuhn 30.09.2016
    Thomas Hager; besser wäre gar nichts zu schreiben als etwas hirnloses.. Alles klar?
  • Sebastian  Henze aus Zürich
    30.09.2016
    Ich mag die Armee auch nicht und das mit dem Lohn ist nicht in Ordnung. Aber fuer diese Liefeferung koennen die jetzt wirklich nichts...
  • Roger  Hausherr 30.09.2016
    Schade um den Stoff wenn er gut ist. Legalize ist! Gestreckte Ware ist schädlicher. Aber frage mich schon, wie der zur Ruag kommt.
  • Peter  Leo 30.09.2016
    Der Lohn der Chefs dürfte eher negativ in der Landschaft stehen. Dass aber "mitgeliefertes" Kokain als negative Schlagzeile für die Firma dargestellt wird, finde ich mehr als daneben.