Höngger Todesschütze des Mordes angeklagt

ZÜRICH – Der junge Mann, der vor anderthalb Jahren in Zürich- Höngg eine 16-jährige Jugendliche erschossen hat, muss sich wegen Mordes vor Gericht verantworten.

  • Aktualisiert am 13.01.2012
Hier fiel der tödliche Schuss: Bushaltestelle am Hönggerberg.- Philippe Rossier

Am 23. November 2007, um 22.10 Uhr erschoss der Angeklagte die junge Frau. Der Angeklagte hat die Tat gestanden. Das Tatmotiv müsse das Gericht beurteilen, sagte der zuständige Staatsanwalt.

Der damals 21-Jährige hatte am Abend des 23. November 2007 mit einem Sturmgewehr auf die ihm nicht bekannte Jugendliche einen gezielten Schuss abgegeben. Diese sass mit ihrem Freund an der rund 80 Meter entfernten Bushaltestelle «Hönggerberg» und wartete auf den Bus.

Der junge Mann war am gleichen Tag aus der Rekrutenschule entlassen worden und fuhr in seine Wohnung nach Zürich-Höngg. Später stieg er auf einen kleinen Hügel in der Nähe der Bushaltestelle. Kurz nach 22 Uhr gab er aus dem Dunkeln den tödlichen Schuss ab.

Für die Tat verwendete der Schütze eine einzelne Patrone, die er gemäss eigenen Angaben in der Rekrutenschule gestohlen hatte. Dem jungen Mann wirft die Staatsanwaltschaft deshalb auch Gefährdung des Lebens (des Freundes der jungen Frau) und militärstrafrechtliche Delikte vor.

Sinnlose Tat

Beim Mädchen handelte es sich um eine in Zürich wohnhafte Coiffeuse-Lehrtochter. Sie starb noch vor Eintreffen von Sanität und Polizei am Tatort. (SDA/bih)

Der Angeklagte gab die Schüsse gezielt auf das ihm unbekannte Opfer ab.- ZVG

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