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Nach einem langen Streit ist heute das Minarett auf dem Dach des Gemeinschaftszentrums des Türkischen Kulturvereins im solothurnischen Wangen bei Olten installiert worden. Im Juli hatte der Kanton das Baugesuch verlängert. Der Gemeindeschreiber von Wangen, Beat Wildi, bestätigte, dass der Kulturvereinbegonnen habe.
Der vorgefertigte Aufsatz wurde mit einem Kran auf das Dach gehievt. Das Minarett ist weiss und mit goldenen Kanten verziert. Sein Dach ist blau. Platz für einen Muezzin hats aber nicht: Das Minarett hat einen symbolischen Charakter.
Die Errichtung des Minarettes beendet einen langen politischen und juristischen Streit. Das Solothurner Bau- und Justizdepartement verlängerte die Bewilligung im vergangenen Jahr bis zum kommenden Frühling. Wangen hatte sich auf den Standpunkt gestellt, dass die Bewilligung im September 2007 ungenutzt abgelaufen war.
Das Bundesgericht hatte im Juli 2007 die staatsrechtliche Beschwerde zweier Anwohner als unbegründet abgewiesen. Die Beschwerde hatte sich gegen das Bewilligungsverfahren des Solothurner Verwaltungsgerichtes gerichtet.
Gegen den Umbau des islamischen Kultus- und Begegnungszentrums waren ursprünglich mehr als 70 Einsprachen eingereicht worden. Ein gegnerisches Komitee sammelte im Sommer 2006 für eine Petition rund 3500 Unterschriften.
In der Schweiz gibt es bislang drei Minarette, nämlich in Genf, Winterthur ZH und Zürich. In Langenthal BE ist ein Gesuch hängig. Im September war als Teil einer Ausstellung auf dem Dach des «Choufhüsi», dem Kunsthaus in Langenthal, ein «Minarett» installiert worden.
SVP-Kreise haben im Juli sogar eine Volksinitiative «Gegen den Bau von Minaretten» mit 115000 Unterschriften bei der Bundeskanzlei eingereicht. (SDA/num)
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Und so sieht das fertige Minarett aus. (Keystone)