Forderung der Grünen Nur noch Hahnenburger für die Beamten

Geht es nach den Grünen, soll das Berner Staatspersonal künftig Hahnenwasser statt Mineralwasser trinken. Doch die Regierung winkt ab und will diesbezüglich keine Vorschriften machen.

Gründer fordern: Nur noch Leitungswasser für Berner Staatspersonal play
Die Grünen fordern, dass Berner Staatsangestellte auf Hahnenburger umstellen. BLICK

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Hahnenwasser sei überall im Kanton Bern von bester Qualität, betonen zwei Grüne Grossräte in dem Vorstoss. Die Aufbereitung und Bereitstellung von Mineralwasser hingegen sei mit viel höherem Energieaufwand verbunden.

Statt Mineralwasser soll der Kanton in den Verwaltungs- und Parlamentsräumen Hahnenwasser zur Verfügung stellen, so die Forderung. Ausserdem verlangen die Grünen, dass bei kantonalen oder durch den Kanton finanzierten Gebäuden bei Renovationen oder Neuinstallationen in den Toiletten keine Warmwasseranschlüsse mehr zum Händewaschen installiert werden. Ausnahmen, etwa in Spitälern, seien natürlich erlaubt.

Die Regierung zeigt durchaus Sympathie für die Forderungen, denn das Trinkwasser im Kanton Bern sei tatsächlich sehr gut. Dennoch lehnt der Regierungsrat die Forderungen ab, wie er in einer am Dienstag veröffentlichten Antwort auf den Vorstoss schreibt.

Mineralwasser-Verbot und kalt Hände waschen

Zur Begründung führt die Regierung an, dass alle Mitarbeitenden einfachen Zugang zu konsumierbarem Wasser haben sollen. Dieser soll weder limitiert noch reglementiert werden. Es gelte zu berücksichtigen, dass Mitarbeitende nicht immer in der Nähe einen Wasserhahn zur Verfügung hätten. Ein Mineralwasserverbot wäre deshalb unverhältnismässig.

Warmwasseranschlüsse in Toiletten sollen laut Regierungsrat nur gezielt und zurückhaltend zur Verfügung gestellt werden. Doch gebe es eben Fälle, bei denen Händewaschen mit warmem Wasser zwingend vorgeschrieben sei, etwa in Kantinen.

Das letzte Wort in der Sache hat der Grosse Rat. Allerdings handelt es sich beim Vorstoss der Grünen um eine sogenannte Richtlinienmotion. Würde sie vom Parlament überwiesen, hätte die Regierung einen grossen Spielraum bei der Umsetzung. (SDA)

Publiziert am 25.10.2016 | Aktualisiert am 26.10.2016
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3 Kommentare
  • Annemarie   Setz 26.10.2016
    Dann verbietet doch allen Angestellten, Beamten und Chefs das Hahnenwasser, im Sinne der sogenannten Demokratie.
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    26.10.2016
    Es gibt diese genialen Geräte die man direkt an den Wasseranschluss montieren kann, fast wie ein Soda Stream in gross, dann kann jeder eine Flasche von zu Hause mitbringen und immer auffüllen wenn es nötig ist, man spart so das Bestellen und Liefern der Mineralwasser-Flaschen! Das Hahnenburger wird noch gefiltert und kann gekühlt, mit oder ohne Blöterli entnommen werden! Wäre das keine Alternative?
    • Abbas  Schumacher aus Basel
      26.10.2016
      Ja und kostet ja auch nichts? Die wollten Kosten sparen, aber doch nicht so....Also für mich ist das reiner Populismus!