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Die Finalissima soll bald Geschichte sein – das Risiko von Ausschreitungen bei derart emotionsgeladenen Entscheidungsspielen sei zu hoch, sagte Cesar Lopez heute im Interview mit der «Berner Zeitung».
Die Fussballliga lege die Spiele der Rückrunde bewusst so an, dass der Meister möglichst erst am Schluss in einem alles entscheidenden Match erkoren werde. Dies sei «alles andere als optimal», findet Lopez.
Zuständigen Behörden müssten die nötigen Auflagen erlassen. Zudem müsse man die Fussballiga und damit auch den Fussballverband in die Pflicht nehmen. Entweder verzichteten sie auf eine Spielplanung, die auf eine Finalissima ausgerichtet sei oder sie müssten die daraus resultierenden Kosten und Schäden selber tragen.
Der Verband müsse sich bewusst sein, welche Probleme und Kosten er mit einer derartigen Spielplanung verursache. Ganz Ähnliches forderte auch die SBB in Bezug auf die Sonderzüge für Fantransporte.
An der Finalissima zwischen YB und dem FC Basel kam es am vergangenen Wochenende zu Ausschreitungen beim Stade de Suisse und in der Region der nahen Bahnstation Wankdorf.
Mehrere hundert Polizisten standen im Einsatz und trennten die Fangruppen. Einer Handvoll Chaoten gelang es aber, auf die nahen Bahngleise zu klettern und den Zugverkehr zu behindern. Die Sicherheitskräfte wurden mit Steinen beworfen. Sie mussten Tränengas und Wasserwerfer einsetzen.
Allerdings wollte die Super League das Spektakel YB-FCB den Fans an Auffahrt servieren. Es war der Kanton Bern, der einen Strich durch die Rechnung machte: Er ist der einzige Kanton mit einem Super-League-Verein, der Fussball an Auffahrt verbietet.
Deshalb mussten die Young Boys an Auffahrt nach Luzern reisen und die Direktbegegnung zwischen YB und FCB wurde auf vergangenen Sonntag gelegt. (SDA/rpj)
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Sollen vermieden werden: Heftige Ausschreitungen bei Fussballspielen. (Keystone)