Familie von Jan (†19) sucht mit Plakat nach Unfall-Autofahrer «Wir wollen wissen, was passiert ist»

Vor über einem Jahr starb der 19-jährige Jan Scheffel bei einem Autounfall. Schuld soll ein unbekannter Autofahrer sein. Die Familie sucht mit einem Phantombild nach ihm.

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Familie Scheffel aus Hindelbank BE plagt die Ungewissheit. Warum kam ihr Sohn Jan am Abend des 22. Oktobers 2015 in Lyssach BE auf die Gegenfahrbahn und krachte in ein anderes Auto?

Drei Tage nach dem Unfall starb Jan im Spital. Die Verletzungen waren zu schwer. Die drei Insassen des entgegenkommenden Autos wurden nur leicht verletzt.

Musste Jan einem VW Golf ausweichen?

Bis heute ist nicht klar, was damals genau geschah. Vieles spricht dafür, dass Jan mit seinem grünen Audi TT einem entgegenkommenden Auto ausweichen musste.

«Der Fahrer eines VW Golf machte ein Überholmanöver, deshalb wich mein Bruder rechts in ein Feld aus und verlor dabei die Kontrolle über das Auto. Dieses drehte sich, geriet rückwärts auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort frontal mit einem Auto», sagt Jans Schwester Nicole zur «Berner Zeitung».

Doch vom VW-Fahrer fehlt jede Spur. Nach dem Unfall suchte die Polizei mit einem Phantombild nach ihm. Dieses basiert auf den Aussagen des Fahrers des zweiten Unfallfahrers. Denn nach dem Unfall kehrte der VW-Fahrer zurück zum Unfallort und fragte den Fahrer, wie es ihm gehe.

«Weil mein Bruder gar nicht mehr ausstieg, bekam es der VW-Fahrer wohl mit der Angst zu tun, stieg in sein Auto und fuhr davon», sagt Nicole Scheffel.

3000 Franken Belohnung für Hinweise

Nicole Scheffel und ihre Familie haben die Suche nach dem VW-Fahrer noch nicht aufgegeben. So haben sie an einer Bushaltestelle ein Plakat mit dem Phantombild aufgehängt. Titel: «Immer noch dringend gesucht!» Dazu setzt die Familie eine Belohnung von 3000 Franken für Hinweise aus.

Bereits haben sich Leute gemeldet. Familie Scheffel gab die Hinweise der Polizei weiter. Nicole Scheffel stellt klar: «Wir wollen keinen Schuldigen an den Pranger stellen, sondern einzig wissen, wie es zum Unfall gekommen ist.» (sas)

Publiziert am 14.11.2016 | Aktualisiert am 03.01.2017
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3 Kommentare
  • Patrik  Finck 15.11.2016
    Ich sehe nicht oft grüne VW-Golfs.

    Liste mit allen grünen VW-Golfs und die Bilder der Fahrausweise der Inhaber vergleichen.

    Der dürfte doch zu finden sein.....

  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    15.11.2016
    Falls ich den Ablauf richtig verstanden habe: Fahrer A kommt von Burgdorf Richtung Autobahnzubringer. Fahrer B im dunklen Golf überholt A in gleicher Fahrrichtung. Fahrer C (Jan Scheffel) kommt aus Richtung Autobahn, muss wegen B nach rechts ausweichen, kann nicht anhalten, gerät drehend ins Schleudern quer über die Strasse, wo er rückwärts in A hineinprallt. A machte Zeugenaussagen, beschrieb B und dessen Manöver, die Kapo Bern schlampt ein Jahr lang herum, ohne den Ablauf bekannt zu machen.
  • Mark  Hafner 15.11.2016
    19 Jahre... Audi TT.... Gegenfahrbahn geraten und sicherlich weit unter der erlaubten Höchstgeschwindigkeit...