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Der 36-jährige Jurist mit haitianischen Wurzeln hat eine Blitzkarriere hinter sich: 2001 wurde er in das Parlament seiner Wohngemeinde Villars-sur-Glâne gewählt, 2006 in den Grossen Rat. Letztes Jahr verpasste er den Einzug in den Nationalrat nur knapp.
Im vergangenen Juni setzte sich Ridoré mit 59,7 Prozent der Stimmen gegen einen Widersacher aus der CVP durch. Das bedeutete, dass die im Kanton Freiburg so wichtige CVP nun kein einziges der Oberämter mehr hält.
Ridoré führt sogar das wichtigste Oberamt, jenes des Saanebezirks im Kantonshauptort Freiburg. Vor ihm war nur gerade ein SP-Mitglied einer der sieben Freiburger Regierungsstatthalter: Pierre Aeby, der spätere Ständerat, von 1981 bis 1991 im Broyebezirk.
Auf den Spuren des Vaters
Schon Charles Ridoré war ein Pionier. Er präsidierte das Parlament von Villars-sur-Glâne, das Freiburger Filmfestival und war Westschweizer Sekretär des Hilfswerks Fastenopfer. 1990 wurde er eingebürgert.
Carl-Alex Ridorés Start im Freiburger Oberamt wird für den Saanebezirk auch einen Stilwechsel bedeuten. Der bisherige Antsinhaber Nicolas Deiss (CVP) – der Bruder von alt Bundesrat Joseph Deiss – war bekannt für seine deutlichen Worte, mit denen er mehr als einmal den Staatsrat irritierte. Ridoré hingegen hat auch eine Ausbildung als Mediator absolviert und ist dementsprechend als Mann des Konsenses bekannt. (SDA/dip)
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Carl-Alex Ridoré: Anwalt, Mediator und Oberamtmann. (ridore.ch)