Er bot Polizisten 10'000 Franken an Gericht spricht Blaufahrer vom Vorwurf der Bestechung frei

BERN - Heute stand in Bern ein Autofahrer vor Gericht. Er rasselte betrunken in eine Polizeikontrolle – und machte den Ordnungshütern ein unmoralisches Angebot. Das Gericht hat den Mann jetzt freigesprochen.

Der Soldat hatte über 2 Promille Alkohol im Blut. play

Der Soldat hatte über 2 Promille Alkohol im Blut.

Keystone

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Was der junge Mann den Polizisten genau sagte und vor allem wie ernst er das Angebot meinte, blieb am Dienstag vor Gericht letztlich unklar.

Der Mann sei unter Alkoholeinfluss gestanden und habe wohl schneller geredet, als sein Hirn denken konnte, sagte sein Verteidiger. In nüchternem Zustand wäre sein Mandant nie auf die Idee gekommen, den Polizisten ein solches Angebot zu machen.

Der Angeklagte sprach von einer grossen Dummheit, die er begangen habe. Er sei so betrunken gewesen, dass er sich nicht mehr erinnern könne, was er alles gesagt habe.

Die Einzelrichterin kam zum Schluss, dass der Mann in seinem Zustand tatsächlich kaum ernsthaft die Polizei bestechen wollte. Vielmehr sei er wohl spontan auf die Idee gekommen, als er mit der Polizei auf dem Weg ins Spital an Banken vorbeigefahren sei.

Die Richterin sprach den Mann vom Vorwurf der Bestechung frei. Hingegen verurteilte sie ihn wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand und eines weiteren Verstosses gegen das Strassenverkehrsgesetz zu einer bedingten Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu je 170 Franken und einer Busse von 1700 Franken.

Der Mann war nach dem Besuch eines Barfestivals Ende März 2015 einer zivilen Polizeistreife aufgefallen, als er rasant und ohne zu blinken überholte. Die beiden Polizisten stellten den nach Alkohol riechenden Autofahrer und brachten ihn zum Alkoholtest ins Spital Münsingen. Dort wurde ein Blutalkoholgehalt von mindestens 1,75 Promille ermittelt.

(SDA)

Publiziert am 05.01.2016 | Aktualisiert am 06.01.2016
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17 Kommentare
  • Ulrich  Hirter 06.01.2016
    das ich nicht lache.... zum führen/lenken/steuern eines Motorfahrzeuges benötigt man meines Wissens einen Zündschlüssel. Dieser Verkehrsteilnehmer fährt sicher bereits wieder auch ohne Ausweise. Falls er noch eine Tätlichkeit verübt haben sollte, wird auch diese wegen Unzurechnungsfähigkeit fallen gelassen. Die Steuerzahler berappen die Aktion.
  • John   Kling aus venosa
    06.01.2016
    Da kann es sich nur um den Sohn eines bekannten Parteikollegen der Richterin gehandelt haben!
  • Stephan  Pürro aus Hermetschwil-Staffeln
    06.01.2016
    Ich weis aus eigener Erfahrung dass Polizisten lügen um jemand möglichst anschwärzen zu können und das sieht hier genau so aus.
  • Rolf  Hess 06.01.2016
    Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein.
  • Peter  Fuchs 06.01.2016
    -machte den Ordnungshütern ein unmoralisches Angebot.
    Was soll daran unmoralisch sein ? Die Aufforderung zum Blasen kam doch von den Polizisten!