«Eine inakzeptable Tragödie» 240 Flüchtlingskinder aus der Schweiz verschwunden

BERN - Insgesamt 240 Flüchtlingskinder sind in den vergangenen vier Jahren in der Schweiz verschwunden. Die Schweizer Flüchtlingshilfe sieht die Politik in der Pflicht.

FLUECHTLINGE MAZEDONIEN
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Zukunft ungewiss: Flüchtlingskinder aus Syrien, Irak und Afghanistan im Transitcamp in Gevgelija, Mazedonien. Pascal Mora

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Es ist ein besonders tragisches Schicksal, das mehrere hundert Flüchtlingskinder in den letzten zwei Jahren ereilt hat. Ganz alleine, ohne ihre Familien waren sie nach Europa gereist und mussten sich anschliessend in einem fremden Land durchschlagen – nun sind sie unauffindbar.

Nach Angaben der Polizeibehörde Europol sind in den vergangenen 18 bis 24 Monaten mehr als 10'000 unbegleitete Flüchtlingskinder in den europäischen Staaten verschwunden.

Ein Teil davon auch in der Schweiz: Wie «10vor10» berichtet, verschwanden in den letzten vier Jahren hierzulande insgesamt 240 minderjährige Asylbewerber.

Allein im letzten Jahr seien laut dem Staatssekretariat für Migration 76 unbegleitete minderjährige Asylbewerber «unkontrolliert» abgereist, darunter auch 13-Jährige. Das sind fast doppelt so viele wie noch 2014 (47). Die meisten von ihnen sind noch während dem laufenden Asylverfahren verschwunden.

Die Schweizer Flüchtlingshilfe zeigt sich beunruhigt über diese Entwicklung: «Jeder dieser Fälle ist eine menschliche Tragödie und inakzeptabel», sagt Sprecher Stefan Frey gegenüber «10vor10». Und fordert: «Die Politik muss mehr unternehmen, um den Kindern grösseres Vertrauen in das Asylsystem zu geben.»

Publiziert am 05.02.2016 | Aktualisiert am 08.02.2016
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14 Kommentare
  • Anna  Rusch 09.02.2016
    Da sitzt der Junge in der Burberry-Jacke und vorne das Mädchen auch...Designerklamotten tragen sie, was wollte man hier nochmals thematisieren?
  • William  Quispe aus Bellinzona
    08.02.2016
    Solange jeder rein uns raus gehen kann wie ihm beliebt, ist auch nichts anderes zu erwarten. Nur wir blöden Schweizer müssen uns innerhalb von 10 Tagen bei der Gemeinde melden, wenn wir umziehen. Und selbst wenn es nur auf die andere Strassenseite ist.

    Macht endlich mal was ihr faulen Säcke in Bern. Oder seid ihr wieder am Beamtenmikado spielen? Wer sich zuerst bewegt hat verloren.
  • Ruth  Müller , via Facebook 05.02.2016
    ...und vielleicht, vielleicht haben sich auch 80 kinder 4x angemeldet...kriegen 4x die kohle auf ein konto(?) und weil sie nicht überall sein können...fehlen sie jetzt an den andern 3-anmeldestellen...kohle fliesst bestimmt immer noch...schliesslich müssen die ja irgendwo sein...und brauchen doch geld, die armen!?
    ...oder sind untergetaucht...oder als organspender verkauft worden...
    arme welt...mir wird schlecht!
  • Roman  Bachmair aus Naters
    05.02.2016
    Man darf halt den "Flüchtlingen" nicht falsche Hoffnungen machen, wie es hier kürzlich von Deutschland aus her signalisiert wurde!

    Es liegt ganz klar auf der Hand, was ein effektiver Flüchtling ist und davon sind alle jene, welche im Moment hier sind, die wenigsten. Wir werfen hier, gerade für Eritreer, das Geld sprichwörtlich zum Fenster hinaus. Diejenigen, welche unsere Hilfe effektiv nötig hätten, kommen nicht zum Zug, da eben genau die Falschen hier um Asyl ersuchen.

    Fehlpolitik halt.
  • Alex   Teemu 05.02.2016
    Die wahre Tragödie ist, das sich der hochgelobte Rechtsstaat von solchen Menschen an der Nase herumführen lässt. Ich hoffe wirklich, dass jeder diese Fakten richtig interpretiert und die Masche durchschaut...