Einbahnverkehr und Sperrzone am Bahnhof Bern SBB bringen Ampeln für Pendler

BERN - Zu Stosszeiten ist das Durchkommen am Bahnhof Bern eine Tortur. Jetzt wollen die SBB die Fussgänger mit Ampeln und leuchtenden Torbögen lenken.

SBB mit Ampeln für Pendler: Einbahnverkehr-Experiment  am Bahnhof Bern play
Wenn Züge einfahren, ist die Treppe für Pendler des ankommenden Zuges reserviert. Die Rampe bleibt für beide Richtungen offen.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Mit den Skiern zur Prüfung Hier ist ein Profi-Freerider zu spät dran
2 Nummernschild-Auktion Wallis will mit «VS 1» Kohle machen
3 Nach Facebook-Aufruf zum Geburtstag 31 Kisten Post für behinderte Denise

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
13 shares
18 Kommentare
Fehler
Melden

Bern, morgens um halb acht. Der Zug aus Zürich fährt ein, und Hunderte Pendler ergiessen sich aufs Perron. Reisende in die Gegenrichtung drängen ebenfalls auf den Bahnsteig – in wenigen Minuten fährt ein anderer Zug in Richtung Zürich und weiter in die Ostschweiz.

Das Gedränge rund ums Nadelöhr der Auf- und Abgänge bei den Gleisen 3 und 4 ist den SBB ein Dorn im Auge. Um Pendler schnell zum und vom Perron in die Unterführung zu bringen, testen sie ab morgen ein Ampel-System. Dafür wurden in der Unterführung rund um die Treppe und die Rampe ein leuchtendes Tor angebracht.

Treppen für Ankömmlinge reserviert

Sobald sich die Türen eines einfahrenden Zuges öffnen, wird den Reisenden in der Unterführung mittels roter Ampel und rotem Torbogen signalisiert, die Treppe vorübergehend nicht zu benutzen.

So wird ermöglicht, dass die aussteigenden Passagiere ohne Gegenverkehr schneller in die Unterführung gelangen. Nach zirka 90 bis 120 Sekunden kann die Treppe wieder in beide Richtungen genutzt werden.

Die Rampe indes bleibt während der ganzen Zeit in beide Richtungen passierbar, was die grüne Ampel und der grüne Torbogen signalisieren.

Versuch zu Stosszeiten

Der Versuch dauert mindestens zehn Tage, morgens und abends während der Stosszeiten. Die Wirkung wird durch Sensoren gemessen. Die Anonymität der Reisenden sei aber jederzeit gewährleistet, schreiben die SBB in einer Mitteilung.

SBB mit Ampeln für Pendler: Einbahnverkehr-Experiment  am Bahnhof Bern play
Hier ist Warten unerwüscht: Am Ende der Treppe auf dem Perron der Gleise 3 und 4 im Bahnhof Bern.

Gleichzeitig wird der Bereich am oberen Ende der Treppe als Sperrfläche markiert. Dies soll Wartende davon abhalten, den Treppenbereich zusätzlich zu verstopfen. Auch hier wird elektronisch gemessen. Die Sperrfläche bleibt bis Ende Jahr.

Solange bleiben auch die Richtungspfeile in der Unterführung, die bereits seit Sommer den Pendlerstrom lenken sollen. Danach soll entschieden werden, ob die Massnahme nützlich ist oder nicht. Die Bilanz zur Halbzeit fiel ernüchternd aus (Blick.ch berichtete). (ent)

Publiziert am 06.11.2016 | Aktualisiert am 07.11.2016
teilen
teilen
13 shares
18 Kommentare
Fehler
Melden
SBB mit Ampeln für Pendler: Einbahnverkehr-Experiment  am Bahnhof Bern play

TOP-VIDEOS

18 Kommentare
  • John  Pattern 06.11.2016
    Die SBB würde besser mal den Rechtsverkehr einführen, denn wenn ÖV Benutzer so Auto fahren würden wie sie am Bahnhof rumlatschen, dann hätten wir pausenlos Unfälle auf der Strasse!

    Und die SBB sollte auch unseren lieben Rentnern und Schulklassen nahe legen, erst ab 9 Uhr den Zug zu benutzen, dann hätte es auch mehr Platz!
    • Marco  Weber 07.11.2016
      Nur das die SBB dafür nicht verantwortlich ist sondern der langsam verblödende Mensch!
  • Kilian  Portmann aus Burgdorf
    06.11.2016
    So lange die Security und Bahn-Polizei die Richtungsanzeige nicht begreiffen, wie soll es die Kunden im Alltag? Bin auf das neue Sytem gespannt!
    • Marco  Weber 07.11.2016
      Ist auch sehr schwierig ein solches System zu begreifen! Die Menschen werden tatsächlich immer dümmer! Wenn einem nicht mehr alles in Videos und Step-by-Step Anleitungen gezeigt wird kriegt man heutzutage scheinbar gar nichts mehr selbstständig auf die Reihe!
  • Giuseppe  06.11.2016
    Mein Zug fährt mit Verspätung auf Gleis 31 ein.Renne zum Gleis 41. Auf dem Gleis 42 steht auch ein verspäteter Zug.Der eigentlich schon lange weg sein müsste.Da warte ich wohl,bis der letzte durch das Tor geschlendert ist.Nun kann ich dem Chef sagen,ich konnte nicht pünktlich kommen.Ich hatte ja das rote Tor. Übrigens hat es Mitmenschen,die erst aufstehen, durch den ganzen Wagen laufen,wenn ein Teil schon eingestiegen sind.Warte nun wohl auch auf die.Sicher nicht.
  • Marcus  Trajanus aus Münchenstein
    06.11.2016
    Es ist einfach unglaublich...die SBB kann machen was sie will, es gibt ständig lästige Dauernörgler....für euch zur Info: Die SBB war definitiv nicht Schuld an den Kreuzzügen nach Jerusalem und für den Ausbruch des Vesuvs im Jahre 79 nach Chr....
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    06.11.2016
    Das ganze hat mit normalem Anstand zu tun. Ich beobachte ab und zu Leute, die zu dritt auf dem Perron die Waggontüre versperren, weil sie unbedingt schnell einen Platz ergattern wollen und währenddessen müssen sich 30 ankommende Zugpassagiere zwischen diesen drei Hornochsen hindurchschlängeln.