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Heute Morgen, 9.20 Uhr. Bei der Berner Polizei klingelt das Telefon. Ein anonymer Anrufer spricht von Drohungen gegen die Berufsschule GIBB. Keine halbe Stunde später folgt ein zweiter Anruf.
Polizisten in Vollmontur – behelmt und mit Panzerwesten – beziehen bei der Schule Position. Einige tragen Maschinenpistolen auf sich. Auch die Sanität ist mit mehreren Krankenwagen anwesend.
Die Schüler sind zu dieser Zeit in der Pause. Die Schulleitung hat sie nach Hause geschickt: «Ein Lehrer kam sehr gestresst in die Klasse und sagte, dass wir die Schule sofort verlassen müssen», sagt einer. Als sie gingen, sei bereits die Polizei im Eingang gestanden.
Mit dem Natel aus dem Klassenzimmer
Andere Schüler, die während der Pause nicht hinaus gingen, werden aufgefordert, in ihre Klasse zurückzukehren und dort zu bleiben. Patrick Rumo (19) berichtet über sein Natel direkt aus dem Klassenzimmer: «Wir dürfen das Schulzimmer nur einzeln verlassen, um aufs WC zu gehen. Zwischendurch sehen wir bewaffnete Polizisten herumlaufen.»
Die Polizisten hätten auf dem Stock alles durchsucht, so Rumo. Jetzt würden sie alle Schüler filzen. «Dann wird uns die Polizei aus dem Gebäude begleiten», erzählt der Gewerbeschüler gegenüber Blick.ch.
Verdächtigen abgeführt
«Von den Massnahmen betroffen sind rund 1200 Schülerinnen und Schüler sowie mehrere Dutzend Lehrkräfte», informiert Statthalterin Regula Mader. Nähere Angaben zu den eingegangenen Drohungen wurden bislang keine gemacht.
Während die Pressekonferenz stattfindet, kann BLICK beobachten, wie die Polizei einen Verdächtigen im Kapuzenpulli abführt! Laut neuesten Meldungen wurde er er aber schon wieder freigelassen.
Am Nachmittag dann entspannt sich die Situation: man habe keine Hinweise gefunden, dass die Drohungen ernst gemeint waren, sagt die Polizei.
Die verhängisvollen Anrufe kamen aus zwei öffentlichen Telefonzellen. Die Polizei sucht nun Zeugen. (gux/noo/hlh)