Drittes Schweizer Rudel jetzt komplett? Neue Wölfin im Augstbord aufgetaucht

AUGSTBORD - Ende August bekamen die Behörden einen Hinweis auf eine neue Wölfin. Nach einer Analyse der DNA-Spuren gab es gestern die Bestätigung. Ein zweiter weiblicher Wolf hält sich im Augstbord auf.

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Anfang September erhielt die Walliser Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere ein Foto eines Jungwolfs. Nur wenige Tage vor diesem Schnappschuss gab es bereits erste Berichte eines Wanderers über ein Wolfsrudel.

Zu den jungen Tieren gesellte sich nach unbestätigten Aussagen auch ein erwachsener Wolf. Die Behörde nahm sich der Sache an und untersuchte die Region genau. Knapp neben dem Aufnahmeort wurde die Dienststelle fündig.

Zahlreiche Kotspuren und die Ohrmarke eines Lammes, das wenige Tage zuvor gerissen wurde, wiesen auf den Aufenthalt von Wölfen hin. Die Kot-Proben wurden zur Analyse an die Universität Lausanne gesendet. Am Montag veröffentlichte diese das Ergebnis.

«Neben dem bekannten Wolfsrüden M59 ist auch eine neue Wölfin mit dem Namen F22 nachgewiesen worden», erklärt Peter Scheibler, Chef der Walliser Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere, zum «Walliser Boten».

Keine Fotofallen

Nun laufen weitere Abklärungen um die Grösse des Wolfsrudels zu ermitteln. Weitere Schritte, wie der mögliche Abschuss, werden erst nach dieser Analyse der Öffentlichkeit vorgetragen. Dazu kommt, dass sich der Nachweis von Jungwölfen für die Wildhüter sehr schwierig gestaltet. Das Walliser Kantonsparlament untersagte im Frühjahr das Aufstellen von kostengünstigen Fotofallen.

Mit F22 treiben sich nun drei bestätigte Wölfe in der Gegend rum. M59 und F14 waren schon über längere Zeit in dieser Region aktiv. (fss)

Publiziert am 25.10.2016 | Aktualisiert am 23.11.2016
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2 Kommentare
  • Ines Maria  Giezendanner aus Viganello
    25.10.2016
    Wäre es nicht gescheiter, die Entschädigung für die gerissenen Schafe etwas heraufzusetzen, statt 44000. Fr. für die Wolfsjagd auszugeben ? Auch der Wolf hat seine Lebensberechtigung. Schliesslich hat ihm der Mensch seinen Lebensraum weggenommen und nicht umgekehrt !
  • Fridolin  Glarner-Walker aus Genf
    25.10.2016
    Es ist eine falsche Tierliebe wenn man glaubt, dass Wölfe in der Schweiz artengerecht in Rudeln leben könnten. Es gibt kaum einen Km2 wo sie nicht Menschen oder Haustieren begegnen und wenn sie nicht bejagt werden, gewöhnen sich an diese. Wenn dann ein schlauer Wolf, wie kürzlich in Uri, 70 Schafe gerissen hat, wird er mit einem riesigen Aufwand, gemäss Regierungsrat Dimitri Moretti von 44000 Franken, zur Strecke gebracht. Dazu kommt noch die Entschädigung der gerissenen Schafe.