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Leiche geborgen: Der Tote, der abtransportiert wird, lag in einer Wohnung des brennenden Hauses. Woran er starb, ist noch nicht geklärt.- Peter Gerber
Feuerwehrkommandant Martin Rutschi (46) ringt nach Erklärungen. Im 2. Stock beim «scharfen Eck» an der Metzgergasse in Burgdorf BE brennts im 2. Stock. Und seine Männer können den Brandherd nicht sofort angreifen: Die motorisierte Drehleiter versagt ihren Dienst. Was, wenn dort oben Menschen in Not sind?
«Die Drehleiter konnte nicht ausgefahren werden», sagt Rutschi. «Wir mussten blitzartig eine an-dere Leiter organisieren, um das Feuer von aussen angehen zu
können.»
Es dauert ungefähr drei bis vier Minuten, bis eine Schiebeleiter am Gebäude des Restaurants «Serendib» steht.
Ein Anwohner: «Die Feuerwehr hatte Glück, dass es nicht in einem Haus mit sechs oder mehr Stockwerken gebrannt hat. Nicht auszudenken, was dabei hätte passieren können, wenn Leute nicht über
die Drehleiter hätten herausgeholt werden können.»
Doch nach dem Drehleiterdebakel kommt für die Feuerwehr der zweite Schock. In der völlig verqualmten Wohnung liegt ein Toter.
Musste der Mann sterben, weil die Drehleiter versagte?
Bei der Feuerwehr dementiert man heftig. Und betont: Die kurze Verzögerung habe keinen Einfluss gehabt.
Kommandant Rutschi: «Dem Mann konnte nicht geholfen werden. Aber einen zweiten Mann haben wir auf der andern Seite durch ein Fenster in Sicherheit bringen können.» Er wurde zur Kontrolle ins Spital gebracht. Er ist wieder wohlauf.
In der ausgebrannten Wohnung wurde später die Leiche geborgen. Bis gestern Abend war die genaue Identität des Mannes noch unklar. Weshalb es brannte und wie der Mann ums Leben kam, ist Gegenstand der Ermittlungen.
Hier ereignete sich das Drehleiterdebakel der Feuerwehr in Burgdorf.