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Im bernischen Diemtigtal sind heute Mittag die drei Verschütteten tot geborgen worden, wie Blick.ch weiss. Damit steht nun fest, dass das Lawinenunglück vom vergangenen Sonntag sieben Todesopfer gefordert hat. Verstorben sind fünf Personen aus der Schweiz und zwei aus Deutschland. Das ist das schwerste Lawinenunglück seit Februar 1999, als in Evolène VS unter zwei Lawinen zwölf Menschen starben.
Die Bergung eines Schweizers und einer Schweizerin sowie eines Deutschen wurde möglich, weil sich das Wetter gebessert hatte.
Deshalb konnte ein Helikopter der Air Glaciers am frühen Morgen das Unfallgebiet überfliegen. «Danach wurden die Hänge rund um die Unfallstelle gesichert und die Retter konnten am Unfallort abgesetzt werden», wie Andres Bardill von der Alpinen Rettung Schweiz gegenüber Blick.ch erklärt.
Durch den Einsatz des Recco-Gerätes konnte ein Signal empfangen und darauf konnten mit Sondierstangen die verschütteten Personen lokalisiert werden. Die Todesopfer wurden ins Institut für Rechtsmedizin zur Identifikation verbracht.
Mit Ausnahme einer Person konnten bis heute Mittag alle beim Lawinenunglück verletzten Personen wieder aus den Spitälern entlassen werden.
70 Retter im Einsatz
Insgesamt wurden heute rund 70 Retter eingesetzt, darunter auch SSoldaten. «Wir suchen mit allem was uns zur Verfügung steht», sagte Bardill. «Wir setzen Lawinenhunde, Reco- und Lawinensuchegeräte und Sonden ein.» Zudem würden auch Helis der Rega, der Bohag und der Air Glaciers die Retter unterstützen.
Zwölf Personen verschüttet
Am Sonntagmittag hatte eine erste Lawine zuerst Mitglieder einer achtköpfigen Tourengruppe erfasst. Als ein Arzt der Rega mit Hilfe von weiteren Tourenskifahrern einen Verschütteten bargen, ging eine zweite Lawine nieder und verschüttete zwölf Personen.
In einem Grosseinsatz bargen in der Folge rund 100 Retter neun Personen, eine davon leblos. Drei weitere erlagen ihren Verletzungen im Verlauf des Sonntags in Spitälern. Unter ihnen war der Rega-Arzt. Die anderen überlebten verletzt oder unterkühlt und drei blieben vermisst. (SDA/gca)