Einreiseverbot Deutscher Islam-Prediger will Araber aufwiegeln

BERN – Der umstrittene deutsche Islam-Prediger Pierre Vogel darf nicht ins Land. Vogel findet das «eine Unverschämtheit» – und droht jetzt der Schweiz.

  • Publiziert: 11.12.2009, Aktualisiert: 19.01.2012

Er sollte morgen an der Demonstration gegen das Minarett-Verbot in Bern sprechen. Daraus wird nichts – Bern verbietet dem Islamprediger Pierre Vogel die Einreise. Weil dieser die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährden könnte (Blick.ch berichtete). Vogel ist empört.

Er verherrliche entgegen einiger Medienberichte keine Gewalt und habe auch nichts gegen Schwule, so Vogel im Interview mit «20 Minuten». Dass er die öffentliche Sicherheit in der Schweiz gefährde, findet Vogel «ein Witz, eine Unverschämtheit. So etwas ist mir noch nie passiert, dass man mir einfach das Maul stopft.»

Für Vogel ist das Einreiseverbot ein Zeichen, dass es «mit den Muslimen in der Schweiz bergab geht».

«Wir werden abgeschlachtet»

Die Hetze gegen Muslime nehme in ganz Europa immer mehr zu. «Ich fürchte, dass wir in Zukunft abgeschlachtet werden. Es droht uns eine ganz düstere Zukunft.»

Vogel droht der Schweiz

Gegen das Einreiseverbot will Vogel nicht verstossen – doch: «Ich werde das in die ganze arabische Welt tragen. Ich habe gute Kontakte zu Al Dschasira und anderen arabischen Medien. Das wird ein Erdbeben auslösen und ein schlechtes Licht auf die Schweiz werfen.» (gux)

Muslime verstehen den Behörden-Entscheid

Die Schweizer Politiker begrüssen den Entscheid des Bundes, Vogel nicht einreisen zu lassen. Und auch die Schweizer Muslime stehen dazu. «Ich finde es richtig, dass er zu jetzigen Zeitpunkt nicht reden kann. Er ist ein Islamist und ein Scharfmacher, der den Islam für politische Zwecke missbraucht», so Saïda Keller Messahli vom Forum für einen fortschrittlichen Islam gegenüber «20 Minuten». Auch Hisham Maizar vom Dachverband islamischer Gemeinden zeigt Verständnis für den Entscheid der Schweizer Behörden.

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