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Die Wohnung von Jeton R. (oben rechts) wurde durchsucht. (Peter Gerber)
Die Brüder Rasim (31) und Jeton R.* (33) haben den Schwinger Karl Zingrich (45) beinahe getötet. «Ah, er lebt noch! Das ist gut. Wir haben Glück gehabt, dass er nicht gestorben ist», sagt ihr Vater Rahman R.* (70) gestern.
Der pensionierte Strassenbauer aus Interlaken BE hat sogar eine Erklärung parat, warum seine Söhne Zingrich den Hals aufschlitzten. «Der Alkohol ist schuld!», sagt er. «Wenn sie getrunken haben, vergessen sie sich. Beide waren schon mit Alkoholvergiftungen im Spital. Die Probleme fangen bei denen immer mit dem Alkohol an.»
Auch im Nachtleben von Interlaken gelten die Kosovaren Rasim und Jeton als unberechenbar. Bei einer Bar beim Westbahnhof liegt eine Glastür gestern noch in Trümmern. Das Werk von Rasim R., sagt der Wirt. In vielen Lokalen haben die Brüder Hausverbot.
Die Männer im Blutrausch sind Familienväter. Rasim R. lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Bern. Temporär-Bauarbeiter Jeton R. wohnt mit seiner Freundin (25) und der gemeinsamen Tochter (3) in einem Appartementkomplex in Därligen am Thunersee.
Bei den Nachbarn ist Jeton R. nicht gerade beliebt. «Ich bringe diese Koreaner alle um!», soll er jeweils rufen, wenn ein Touristencar auf den angrenzenden Hotelparkplatz fährt. «Dann wirft er Dosen und Glas auf den Parkplatz», sagt ein Anwohner.
Am Dienstag kreuzt in Därligen die Polizei auf: Anwohner beobachten, wie vier Beamte in die Wohnung gehen. Sie haben Spurensicherungskoffer dabei. «Die Polizisten kamen vor 14 Uhr und blieben zwei Stunden», sagt ein Nachbar. «Dann gingen sie mit der Freundin und dem Kind weg.»
* Namen bekannt
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Das Opfer: Kari Zingrich ist zwölffacher Kranzschwinger und SVP-Politiker. (Jungfrau Zeitung)