Schluss mit dem altmodischen Handheben Der Ständerat spricht sich für elektronisches Abstimmen aus

  • Publiziert: 11.06.2012

BERN - Knapper Entscheid: Der Ständerat stimmt mit 22 zu 21 Stimmen für das elektronische Abstimmen.

Im Ständerat bahnt sich eine «kleine Revolution» an: Die kleine Kammer sprach sich am Montag für die Einführung des elektronischen Abstimmens anstelle des traditionellen Handaufhebens aus. Damit wären auch im Ständerat Parlamentarier-Rankings möglich.

In einer Abstimmungen mit Namensaufruf haben sich die Befürworter knapp durchgesetzt. Mit 22 zu 21 Stimmen bei einer Enthaltung hat der Ständerat eine parlamentarische Initiative von SVP-Ständerat This Jenny (GL) angenommen.

Die über zweistündige Debatte zeigte, dass die Ständeräte nicht den Knopfdruck fürchten, sondern die Ranglisten, die aus den registrierten Daten erstellt werden. Das könne die Dialogkultur im Stöckli gefährden und zu erhöhtem Druck der Parteien auf die Ständeräte führen, hielten die Gegner – vor allem aus der Mitte – fest. Der Vorstoss geht nun an die zuständige Kommission zur Ausarbeitung.

Für die Initiative hatte sich vor allem die Ratsrechte und -linke ausgesprochen. Die Ständeräte der Mitteparteien wehrten sich mehrheitlich gegen das Begehren, weil sie befürchten, dass die Dialogkultur im Ständerat verloren gehen könnte, wenn Rankings wie im Nationalrat erstellt würden.(SDA)

Alle Kommentare (5)

  • emmi  widmer
    "Dialogkultur im Ständerat"? oder anders ausgedrückt die "dunkelkammer" wird durchschaubar.
    • 12.06.2012
    • 1
    • 1
    • Anita R.  Nideröst
      Bin genau der gleichen Meinung, Emmi. Viel wird sich nicht ändern, ausser eben die Durchschaubarkeit.
      • 12.06.2012
      • als Kommentar auf emmi  widmer
      • 1
      • 1
  • Philippe  Trachsel , Oberried
    Das finde ich super.
    Da werden die Abstimmungen ganz anders ausfallen, da nun auch die jungen Leute abstimmen werden. Super Sache.
    • 12.06.2012
    • 0
    • 0
  • Kurt  Röösli
    Sehr schön! Auf gewissen Bildern sieht man genau, wer die Hand erhoben hat. 20 Min. Es sind von Links bis Rechts die Demokratinnen und Demokraten die für Transparenz stehen. Was hat Frau Fetz gestimmt?!
    • 11.06.2012
    • 1
    • 0
  • Werner   Werhub , GloBâle Tuvalu , Vaiaku / Fongafale
    ist doch verständlich da manchmal manche in Bern nicht ganz auf 50 zählen können wie letzthin geschehen.
    Gruss vom Atoll
    • 11.06.2012
    • 0
    • 0

Top 3

1 Das teuerste Kafi der Schweiz Dieser Espresso kostet 29 Frankenbullet
2 Der grösste Internet-Pranger der Schweiz Das sind die...bullet
3 Reise-Experte überzeugt Bern ist die schönste Stadt der Schweizbullet

Schweiz