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Der Staat als strenger Vater, welcher der Jungmannschaft verbietet, am Abend auszuschwärmen. So wollten die Initianten aus dem rechten Lager Gewaltexzesse und Sauforgien unter Jugendlichen im Kanton Bern eindämmen. Doch sie sind abgeblitzt: Mit 101 zu 30 Stimmen wurde der Vorstoss heute klar verworfen.
Sorgen um die Jugend machten sich zwar alle Politiker, doch das strenge «Nein, du bleibst daheim!» sollte nicht vom Staat kommen, sondern von den Eltern. Es sei deren Recht, aber eben auch deren Pflicht, ihre Sprösslinge im Zaum zu halten. Eine Sperrstunde sei nicht das geeignete Mittel, um fehlende Erziehung im Elternhaus wett zu machen.
Ausserdem: Eine Sperrstunde sei ein schwerer Eingriff in die Freiheitsrechte und kaum verhältnismässig. Zudem fehle es der Polizei an Ressourcen, um eine solche Massnahme durchzusetzen. Die Befürworter kanzelten das ab: Schülerinnen und Schüler bräuchten mitten in der Nacht keine Freiräume, sondern hätten dann zu Hause zu sein, polterte Andreas Brönnimann (EDU).
Die Sperrstunde für Jungspunde ist allerdings keine neue Idee: An vielen Orten in der Schweiz gibts diese Regelung schon, beispielsweise in Interlaken BE, in Ins BE oder in Zurzach AG. (SDA/bih)
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Jugendliche in Bümpliz BE: In Sachen Ausgang müssen sie weiterhin mit den Eltern verhandeln.- Blick