Anton S. starb beim Retten Das Schicksal des Schreiners aus der Todes-Lawine

  • Publiziert: 07.01.2010, Aktualisiert: 02.01.2012
  • Von Nicole Freudiger, Martin Meier, Beat Michel und Antonia Sell
play Anton S. im letzten Sommer beim Aufstieg zum Schreckhorn. Der Familienvater ist einer der sieben Toten am Drümännler. (ZVG)

Anton S. (48) kam als Retter dem ersten Lawinenopfer im Diemtigtal zu Hilfe. Der Schreiner starb in der zweiten Lawine.

In jeder freien Minute zog es ihn in die Alpen. Am Sonntag wurden die Berge Anton S. (48) zum Verhängnis. Der Schreiner aus Brenzikofen BE kam bei der Lawinen-Tragödie im Diemtigtal ums Leben.

«Anton liebte die Berge. Gerade erst hat er das Schreckhorn bezwungen, einen Viertausender», erzählt Antons Witwe Christine D. (54). Sie versucht stark zu sein, auch für ihre 17-jährige Tochter und ihren 19-jährigen Sohn, die ihren Vater verloren haben. «Ich bin nicht eine, die schnell weint. Vielleicht kommt das ja noch. Ich denke, der Tod gehört einfach zum Leben.»

Christine D. kann noch nicht recht fassen, was am Sonntag auf dem Drümännler geschah. Dass ihr Anton beim Rettungsversuch des Verschütteten Astrophysikers Joachim S. (41) von einer zweiten Lawine begraben wurde.

Das Lawinen-Drama im Diemtigtal forderte sieben Todesopfer. Vier verschüttete wurden gerettet, darunter ein Forscherpaar aus Zürich (blick.ch berichtete).

*Name der Redaktion bekannt.

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