
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Nach zwei bangen Wochen kann Bernd Schildger wieder lachen. Vergessen sind die bösen Befürchtungen über die «Giftspritze» für Urs und Berna. Die beiden Bärli werden voraussichtlich ein neues Heim erhalten. «Ich bin dem SonntagsBlick dankbar dafür, dass er die Situation um unsere Bärchen etwas dramatisiert hat», sagt der Direktor des Berner Bärenparks. «So haben wir jetzt lauter Angebote bekommen, die wir sonst wahrscheinlich nicht gekriegt hätten.»
Nun darf Schildger die Zukunft der Kleinen planen. Die Zahl der hilfsbereiten Menschen steigt ständig.
Zuletzt hatte sich die französische Ex-Sexbombe Brigitte Bardot gemeldet. «Wir tun unser Möglichstes, um die zwei Bären zu retten», so die heutige Tierschützerin im «Blick am Abend».
Schildger hat die Qual der Wahl für seine Schützlinge. Schon vor der Bardot hatte sich Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit spontan bereit erklärt, Urs und Berna in seiner Stadt, die wie Bern den Bären im Wappen führt, Asyl zu gewähren. Pascal Jenny, der neue Direktor von Arosa Tourismus, denkt über ein Bärengehege als neue Attraktion nach.
Die Stiftung des Schweizer Tierschützers Franz Weber möchte die Jungtiere im Tierpark Refuge de L’Arche in der Normandie unterbringen. Noch offen ist, ob Urs und Berna nicht sogar in ihrer Geburtsstadt bleiben können. FDP-Stadtrat Mario Imhof reichte am Mittwoch eine dringende Motion ein, in der er für die beiden ein Zusatzgehege im Tierpark Dählhölzli fordert.
«Wir werden jetzt jedes dieser Angebote seriös prüfen», so Schildger zu SonntagsBlick. «Zum Glück stehen wir ja nicht unter Zeitdruck.» Der Umzug der Kleinen steht erst in etwa 18 Monaten an, wenn Bärenmutter Björk ihre Jungen voraussichtlich verstösst.
Ein Geschäft machen will Schildger mit Urs und Berna keineswegs. Entscheidend, sagt der Direktor des Bärenparks, sei die Qualität, nicht die Höhe der Offerte: «Wenn uns ein Angebot gefällt, werden wir die jungen Bären natürlich auch verschenken.»