Cisalpino: Passagiere evakuiert

FERDEN – Im Lötschberg-Tunnel ist kurz vor zehn Uhr der Cisalpino Mailand-Basel mit 200 Passagieren stecken geblieben. Die Panne konnte inzwischen behoben werden.

  • Publiziert: 22.12.2008, Aktualisiert: 14.01.2012
play Cisalpino: Im Lötschberg gings nicht mehr weiter. (cisalpino.ch)

Der Zug mit den evakuierten Passagieren traf um 11.44 Uhr in Bern ein, wie BLS-Sprecher Hans- Peter Ernst sagte. Der Cisalpino habe den Tunnel inzwischen verlassen können und sei ohne Hilfe nach Visp gefahren. Der Verkehr im Tunnel rollt seit Mittag wieder auf beiden Spuren.

Grund für die Störung bei der Nothaltestelle Ferden VS war der Abbruch der Funkverbindung. Die fehlenden Infos aus dem Stellwerk führten zum Anhalten des Cisalpino, sagte Ernst. Die Ursache der technischen Panne sei noch nicht bekannt.

Die Passagiere wurden über die andere Tunnelröhre via Notdurchgänge aus dem Cisalpino geholt. Deshalb war der Tunnel bis 11.30 Uhr vollständig blockiert. Danach rollte der Verkehr zuerst über die Oströhre wieder an, seit 12 Uhr in beiden Röhren.

In der Zwischenzeit fielen Doppelstockzüge aus, da diese nicht über die Bergstrecke fahren können. Die andern Züge wurden umgeleitet, wie Ernst sagte. (SDA)

Sorgenkinder auf Schienen

Die Neigezüge Pendolino der Cisalpino AG gelten seit ihrer Inbetriebnahme vor zwölf Jahren als Sorgenkinder. Die Zahl der Pannen ist lang. Im Lötschbergbasistunnel waren bei den bisher grössten Pannen Pendolinos beteiligt, wie BLS-Sprecher Hans Martin Schaer sagte.

So war bereits im Februar 2008 ein Neigezug wegen einer Bremsstörung im Basistunnel stecken geblieben. Damals war ein Zug in umgekehrter Richtung, also von Basel nach Mailand, betroffen. Die Passagiere wurden wie jetzt über Querstollen evakuiert.

Ebenfalls im Februar 2008 gab es zwei weitere Cisalpino-Pannen im Wallis. Ein Neigezug kam in Visp, der andere in Brig nicht mehr vom Fleck.
play Leitstelle am Nordportal: Von hier aus werden die Züge im Neat-Lötschbergtunnel koordiniert. (Keystone)

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