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Unter der Bundeshauskuppel sind schon bald keine Facebook-Freunde mehr erreichbar.- ZVG/Blick.ch
Bekannt geben wird das Facebook-Verbot in den nächsten Tagen die Bundeskanzlei, wie SonntagsBlick aus zuverlässigen Quellen weiss. Ein Problem gilt es bei der Sperrung noch auszuräumen: Für das Verteidigungsministerium braucht es eine separate Lösung. Als einziges Departement wird dort das Internet nicht durch das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation BIT betreut.
Dieses hat bereits im Frühling ein Facebook-Verbot beantragt. Die Landesregierung schmetterte eine Sperrung zunächst ab – die Bundesräte wollten nicht als Zensoren auftreten. Sie beliessen es bei einem Appell zum Masshalten – und verlangten nochmals Zahlen.
Diese sprachen allerdings schon damals eine deutliche Sprache: Die Facebook-Nutzung macht rund 25 Prozent des Datenverkehrs in der Verwaltung aus – das belastet das Netz und kostet Arbeitszeit. Zudem machte SonntagsBlick publik, dass Dutzende Geheimnisträger beim Bund intime Details aus ihrem Privatleben über das Sozialnetzwerk ausplauderten.
Mit dem Verbot steht der Bund nicht alleine da. Erst kürzlich hat der Kanton Zürich ein solches ausgesprochen. Auch grosse Firmen wie UBS, SBB, Post, Coop oder die Krankenkasse Helsana haben ihren Mitarbeitern den Facebook-Zugang gekappt.
Das Verbot soll endlich andere Schlagzeilen bringen –«um so der allgegenwärtigen Kritik an der Libyen-Affäre die Spitze zu brechen», wie eine gut informierte Quelle beim Bund sagt.