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Ausgesurft: Bund sperrt Facebook

Böses Erwachen für 36 000 Beamte in Bern. ­Ihnen wird der Zugang zum sozialen Netzwerk gesperrt.

Beat Kraushaar | Aktualisiert um 13:09 | 06.09.2009
Unter der Bundeshauskuppel sind schon bald keine Facebook-Freunde mehr erreichbar. (ZVG/Blick.ch)
Unter der Bundeshauskuppel sind schon bald keine Facebook-Freunde mehr erreichbar. (ZVG/Blick.ch)
Bekannt geben wird das Facebook-Verbot in den nächsten Tagen die Bundeskanzlei, wie SonntagsBlick aus zuverlässigen Quellen weiss. Ein Problem gilt es bei der Sperrung noch auszuräumen: Für das Verteidigungsministerium braucht es eine separate ­Lösung. Als einziges Departement wird dort das Internet nicht durch das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation BIT betreut.

Dieses hat bereits im Frühling ein Facebook-Verbot beantragt. Die Landesregierung schmetterte eine Sperrung zunächst ab – die Bundesräte wollten nicht als Zensoren auftreten. Sie beliessen es bei einem ­Appell zum Masshalten – und verlangten nochmals Zahlen.

Diese sprachen allerdings schon damals eine deutliche Sprache: Die Facebook-Nutzung macht rund 25 Prozent des Datenverkehrs in der Verwaltung aus – das belastet das Netz und kostet Arbeitszeit. Zudem machte SonntagsBlick publik, dass Dutzende Geheimnisträger beim Bund intime Details aus ihrem Privatleben über das Sozialnetzwerk ausplauderten.

Mit dem Verbot steht der Bund nicht alleine da. Erst kürzlich hat der Kanton Zürich ein solches ausgesprochen. Auch grosse Firmen wie UBS, SBB, Post, Coop oder die Krankenkasse Helsana haben ihren Mitarbeitern den Facebook-Zugang gekappt.

Das Verbot soll endlich andere Schlagzeilen bringen –«um so der allgegenwärtigen Kritik an der Libyen-Affäre die Spitze zu brechen», wie eine gut informierte Quelle beim Bund sagt.
Das sagen Blick.ch-Leser
Hugo Ferrari, Rotkreuz - 12:58 | 06.09.2009
» Endlich! Jetzt "könnten" die Beamten des Bundesamtes für Migration der Frau Widmer wieder an der erleichterten Einbürgerung meiner Ehefrau arbeiten. Seit mehr als 20 Monaten bemühen sie sich schon um diese Formalität. Mein Optimismus hält sich aber in Grenzen, darum schrieb ich nur "könnten".
Giovanni Stanta, Obertiert - 12:49 | 06.09.2009
» Recht so! Obwohl mann dazu sagen muss, dass man eine Lösung finden sollte, in den Unternehmen Facebook z.B. von 12.00 - 13.00 ungestört zu brauchen, da man da ja Mittagspause hat. Generell sperren ist nicht die Lösung!
Schneider Michael, Zürich - 12:21 | 06.09.2009
» iiih die bösen Beamten surfen. Bei allen anderen ist das ja sooo was von ok. Da gibts einfach Preisaufschläge wenn die arbeit nicht gemacht wird und leute eingestellt werden. jesses was für peinliche comments!
Kurt Röösli, Littau - 12:04 | 06.09.2009
» Facebook birgt für den Bund, aber auch für jede Firma sehr grosse Gefahren! Das Verschwenden von Arbeitszeit ist nur ein Aspekt. Das infiltrieren in Firmen mittels "social ingeneering" (suksseives mosaikartiges Sammeln von Firmendaten und Personendaten) um eine Firma auzuspionieren und zu kritischen Geschäftsdaten zu gelangen i.st viel kritischer!
Marlis Sieger, Zürich - 11:37 | 06.09.2009
» Endlich, endlich! Facebook pflegen gehört ins Privatleben und nicht an den Arbeitsplatz!
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