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Wenn am 13. Februar die Berner Stimmbürger über einen Ersatz für das AKW Mühleberg entscheiden, dann kennen sie nur die halbe Wahrheit.
Denn neben dem Neubau für das veraltete Kernkraftwerk plant die Betreiberin BKW auch ein Zwischenlager für radioaktiven Abfall, berichtet die «SonntagsZeitung». Dieses ist aber in den Abstimmungsunterlagen nicht erwähnt.
Laut dem Bericht soll die Lagerhalle die Grösse von rund drei Fussballfeldern haben. Und allenfalls auch Atommüll aus den andern AKW aufnehmen, sowie als Lager für den Bauschutt alter AKW dienen.
Denn bis ein nationales Endlager gefunden und gebaut ist, könnten noch mehrere Jahrzehnte vergehen. Bislang wird radioaktiver Abfall im Zwischenlager Würenlingen AG aufbewahrt.
Gemäss «SonntagsZeitung» ist die Bevölkerung wegen des Vorgehens verunsichert. Die Bernischen Kraftwerke (BKW) versuchen dagegen zu beruhigen: «Die Zwischenlagerung vor Ort entspricht heute dem weltweiten Standard.»
Grüne, SP und EVP des Kantons Bern sind empört: Die BKW versuche durch die Hintertür ein Zwischenlager zu errichten. Für sie ist das Lager noch ein grösseres Risiko als der Bau eines Atomkraftwerks. (zum)
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Seit 1972 in Betrieb: Das AKW Mühleberg. Am 13. Frebruar entscheiden dier Berner über einen Ersatz. (Keystone)