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Der Zivilschutz der Stadt Bern hat heute mit einer Übung getestet, ob sich die städtische Impforganisation bei einem Epidemieausbruch bewähren würde. Das Verabreichen der einzelnen Impfungen erfolgte zwar relativ schnell, wie Martin Tschumi, Bereichsleiter Ausbildung und Katastrophenschutz der Stadt Bern, vor den Medien sagte.
Es kam jedoch auch heraus, dass die administrativen Abläufe mehr Zeit benötigen als erwartet.
Für die Simulation erhielten innerhalb von vier Stunden in der zum Impfzentrum umfunktionierten Turnhalle Spitalacker 480 Rekruten eine Zeckenimpfung. Diese Impfung hätten die Rekruten im Militär ohnehin erhalten. Nun konnte man sich diesen Umstand für Übungszwecke zunutze machen.
Die Probanden mussten als erstes in einem Wartebereich bereit stehen. Im Falle einer Epidemie würden dort Zivilpersonen mit entsprechenden Aufgeboten zur Impfung warten. Hier würden etwa die Angaben über den aktuellen Gesundheitszustand auf dem bereits ausgefüllten Formular geprüft.
Schutzkleidung mit Maske
Danach ging es für die Rekruten weiter in eine von vier Impfkojen, wo je eine medizinische Fachperson in Schutzkleidung die Spritzen verabreichte. Die Verantwortlichen wollten auch herausfinden, ob es für das Pflegepersonal überhaupt tragbar ist, während mehrerer Stunden mit Schutzmaske und -handschuhen zu arbeiten.
Nebst den Armeeangehörigen der Rekrutenschule in Thun nahmen an der Übung 30 Angehörige der Zivilschutzorganisation Bern plus teil sowie fünf Personen des medizinischen Personals der Direktion für Bildung, Soziales und Sport der Stadt Bern. (SDA)