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Zwar wurde die Anti-Minarett-Initiative mit über 57 Prozent an der Urne deutlich angenommen. Doch in der Bevölkerung regt sich auch massiver Widerstand gegen das neue Gesetz: Menschen versammeln sich zu spontanen Solidaritäts-Kundgebungen, inzwischen gibt es sogar schon Ideen für eine Gegen-Initiative.
Gymi-Schüler machten nun ihrem Ärger über die Volks-Mehrheit Luft, indem sie ein Modell-Minarett bastelten und auf dem Dach ihres Schulhauses in Köniz bei Bern aufstellten. «Wir wollen mit diesem Modell eines Minaretts zeigen, dass sich nicht alle von der Angstmacherei einiger Schweizer haben beeindrucken lassen», schreiben sie Blick.ch.
«Wir Jungen wollen in einer Schweiz leben, deren Gesellschaft miteinander und nicht gegeneinander arbeitet», begründen sie ihre Protest-Aktion.
Rektor Hanspeter Rohr ist das Mini-Minarett heute Morgen zwar gar nicht aufgefallen, aber er hat davon gehört. Der Schulleitung sei noch nicht klar, wer es gebaut habe. Jedenfalls sei es nicht im Rahmen eines Schul-Projekts entstanden.
Im Verlauf des Tages liess die Schulleitung das Bauwerk der Gymnasiasten wieder entfernen. Man bekenne sich als öffentliche Institution zu Neutralität, so die Begründung. «Es ist uns aber wichtig, unsere Schülerinnen und Schüler wissen zu lassen, dass wir politisches Engagement sehr schätzen», heisst es in einer Medienmitteilung. (noo)