Dreck, Gestank, Lärm bei Sammelstellen Berner kämpfen weiter mit dem Müll-Problem

BERN - Das Ghüder-Problem in der Stadt Bern ist gross. Und eine Lösung ist nicht in Sicht.

  • Publiziert: 22.02.2012
  • Von Peter Pflugshaupt
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Kehricht-Touristen entsorgen Müll bei der Sammelstelle Glockenstrasse (Leserbild vom Samstag, 18.2.12)

«Bethlehem wie Napoli». Diese Schlagzeile im Blick am Abend sorgte für Aufregung. Die Redaktion erhielt zahlreiche Mails und Fotos von verschiedenen sogenannten Quartierentsorgungsstellen in der ganzen Stadt Bern.

Die Probleme sind überall dieselben. Vor allem die Sauerei rund um die Sammelstellen ist den Anwohnern ein Dorn im Auge.

Dazu kommen aber auch Lärm, Verkehrsbehinderungen und Müll-Touristen, die ihren Abfall illegal einfach hinstellen. Besonders schlimm ist die Situation bei der Sammelstelle an der Glockenstrasse in Bümpliz.

Lärm, Gestank, Dreck

Die Anwohner haben interveniert, verlangten die Schliessung der Anlage. Bekommen haben sie Verbesserungen in den Bereichen Mehrverkehr und Lärm. Das Problem der Sauerei bleibt aber ungelöst.

Hans Martin Schaer vom Regierungsstatthalteramt Bern Mittelland zu Blick am Abend: «Bei unserer Überprüfung haben wir festgestellt, dass die Stadt zahlreiche Verbesserungen eingeführt hat. Es werden weitere Sammelstellen errichtet, das nimmt vielleicht etwas Druck weg. Man sollte der Situation noch etwas Zeit lassen.»

Bringt Abfalltrennung überhaupt etwas?

Zudem werde in neusten Studien bezweifelt, ob die strikte Abfalltrennung und Entsorgung in Sammelcontainer wirklich die beste Lösung sei. Möglicherweise habe eine saubere Verbrennung mit Abgasfilter und Wärmegewinnung sogar die bessere Ökobilanz.

Für die geplagte Bevölkerung ist das alles ein schwacher Trost. Schon fast zynisch scheint zudem die Bemerkung in einem Brief der Tiefbaudirektion der Stadt Bern an die Anwohner, die Sammelstelle sei zu einem Quartiertreffpunkt geworden.

Die Anwohner der Entsorgungsstelle an der Glockenstrasse  haben jetzt nur noch eine Möglichkeit: Den Fall auf dem Rechtsweg an die kantonale Baudirektion zu leiten. Und das gedenken sie jetzt auch zu tun.

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