Nach 66 Jahren im Gletscher Bergsteiger finden Propeller von legendärer Dakota

MEIRINGEN - 66 Jahre lang hielt der Gauligletscher die 1946 abgestürzte Propellermaschine Dakota in seinem eisigen Griff. Jetzt gibt er ein erstes Stück davon frei.

  • Publiziert: 02.08.2012

Drei 18-jährige Bergsteiger sind auf dem Gauligletscher unterwegs – als sie vergangenen Freitag auf ein ganz spezielles Fundstück stossen. Aus dem Eis ragt ein Propeller – er gehört zur US-Propellermaschine Dakota. Dies berichtet «Schweiz aktuell» (Heute, 19 Uhr).

«Wir haben von weit her etwas aus dem Eis ragen sehen», erzählt Manuel Rufener aus Zweisimmen BE, «da sind wir losgerannt. Als wir dann sahen, dass es sich um den Propeller der legendären Dakota handelt, konnten wir unser Glück kaum fassen.»

Peter Flühmann aus Meiringen BE erzählt, dass den jungen Bergsteigern die Geschichte der Dakota seit ihrer Kindheit bekannt sei. «Wir hatten uns noch am Abend zuvor in einer Berghütte gefragt, ob wir wohl ein Stück der Dakota entdecken werden auf dem Gletscher».  

In Schneesturm geraten

Die Dakota gerät im November 1946 in einen heftigen Schneesturm und stürzt über dem Gauligletscher ab. Alle 12 Passagiere überleben. Sie müssen einige Tage auf dem Gletscher ausharren und von abgeworfenen Hilfspaketen ernähren. Ihr Fall bewegt die Weltpresse, in Meiringen warten über hundert amerikanische Journalisten auf Neuigkeiten.

Die Passagiere frieren jämmerlich in der Eiswüste. Die damals 11-jährige Passagierin Alice McMahon erinnert sich vor wenigen Monaten im BLICK: «Wir hüllten uns nachts in Fallschirme», so McMahon. Ein Mann wurde beim Absturz verletzt. Dieser Habe nachts gestöhnt – «vor allem als das Morphium ausging».

Als die Passagiere von einem Flugzeug gerettet werden können, wird das Wrack der Dakota eingeschneit und friert zu – es kann nie geborgen werden. Jetzt, 66 Jahre nach dem Unglück gibt der Gletscher seine Beute langsam frei. (num)

Mehr zum Propellerfund: Heute in «Schweiz Aktuell», 19 Uhr

 

Beliebteste Kommentare

  • Michael  Schinnerling , Spiez , via Facebook
    Mehr auch unter:
    www.jungfrauzeitung.ch/artikel/109216/
  • Luzi  Luz
    Super ... so kann man endlich auf einfache, plausible Weise den Klimakatastrophen-Jüngern zeigen, dass die Gletscher 1946 noch kleiner waren als heute ;-

Alle Kommentare (13)

  • Peter  Buchmann
    Dieses Flugzeug ist nie und nimmer abgestürzt, sonst sähe es auf alten Fotos anders aus. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Piloten beim Instrumentenflug die Orientierung verloren, und dann mit unwahrscheinlichem Glück unfreiwillig relativ sanft "gelandet" wurden. All den Klimakatastrophe-Zweiflern sei gesagt, dass die Gletscher damals viel grösser waren als heutzutage; das beweisen die Bilder von damals, wie auch altes Kartenmaterial
  • Ernst  Loretz , via Facebook
    Ich habe Zweifel, dass es sich wirklich um den Propeller der Dakota handelt? Wie Kann dieser nach 66 Jahren noch in einem so guten Zustand sein? Ist das möglich??
    • 02.08.2012
    • 6
    • 87
    • Martin  Müller
      Wieso? Özi war noch nach Tausend Jahren in einem recht guten Zustand... ;-
      • 03.08.2012
      • als Kommentar auf Ernst  Loretz
      • 16
      • 2
    • Thomas  Stähli , Sursee , via Facebook
      Wie müsste er denn Ihrer Meinung nach aussehen? Ich meine, der Gletscher ist ein prima Gefrierfach. Jedenfalls in meinem geht nichts kaputt...
      • 03.08.2012
      • als Kommentar auf Ernst  Loretz
      • 13
      • 2
    • Peter  Buchmann
      Ja, das ist absolut möglich. Für solch hochbeanspruchte Teile wird bestes Material verwendet.
      • 03.08.2012
      • als Kommentar auf Ernst  Loretz
      • 9
      • 2
    • Juan  Garcia
      Ich glaube auch, dass diese Jungs einen 300KG schweren Propeller im Rucksack mit nach oben genommen haben um Fake-Photos zu machen..... ;o
      • 03.08.2012
      • als Kommentar auf Ernst  Loretz
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      • 3
  • Martin  Huerlimann
    Ich hoffe das die Finder den Propeller behalten dürfen.Falls die Welt-
    Polizei Amerika nicht gierig ihre Arme ausstreckt.
  • Luzi  Luz
    Super ... so kann man endlich auf einfache, plausible Weise den Klimakatastrophen-Jüngern zeigen, dass die Gletscher 1946 noch kleiner waren als heute ;-
    • Peter  Zürcher
      auch der gauligletscher zieht sich aufgrund der klimaerwärmung weiter und weiter zurück und ist heute viel kleiner als 1946, dass ein gletscher dinge verschlucken und wieder freigeben kann hängt mit dessen strömung ab. man sollte die augen nicht vor tatsachen verschliessen und mit falschen argumenten arbeiten, nachfolgende generationen werden es danken.
      • 03.08.2012
      • als Kommentar auf Luzi  Luz
      • 12
      • 6
  • Nelson  Meyer , Köniz , via Facebook
    Ich sehe das nicht so als tolles Erreigniss, es zeigt uns ja vorallem wie die Gletscher absterben, und zwar mit einer wahnsinnsgeschwindigkeit. Eigentlich sollten wir uns schämen dass wir angesichts der schwindenden Gletscher immernoch der öl-lobby und ihrer Diener die SVP verhindert jeden vernünftigen Schritt in richtung Klimaschutz hörig sind.
    • roland  von niederhäusern
      schon lustig. da wird irgendwo in den bergen ein propeller gefunden, und schon ist wieder die svp schuld an allem. jetzt wirds langsam lächerlich.... nicht??
      • 03.08.2012
      • als Kommentar auf Nelson  Meyer , Köniz
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      • 6
    • Juan  Garcia
      Wohl kaum. 1946 scheint der Gletscher ja noch kleiner gewesen zu sein sonst hätte die Maschine ja nicht vom Eis eingeschlossen werden können. Jetzt, nach so vielen Jahren, reduziert sich das Eis, im Zuge eines natürlichen Auf- und ab wieder. Ganz normale Phasen. Es gab schon immer kältere und wärmere Perioden auf der Erde. Das mit der ach so schrecklichen Klimaerwärmung ist genau so eine Ente wie der Quatsch mir dem Säureregen und dem Waldsterben in den 80ern.
      • 03.08.2012
      • als Kommentar auf Nelson  Meyer , Köniz
      • 17
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